Leserbrief

Appell an den Urner Regierungsrat

Zum Umgang der Urner Regierung mit der Coronapandemie

Eugenia Good, Altdorf
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Der Regierungsrat und der Sonderstab Covid-19 haben es tatsächlich nicht vermieden, einen Teil der Urner Wirtschaft immens zu schädigen. Es soll ihnen zwar nicht leichtgefallen sein, aber aus Solidarität mit den Zentrumskantonen kämen sie nicht darum herum, die Tourismus- und Gastrobranche zu schliessen. Im nächsten Satz wird gleich die hohle Hand nach Bern gemacht, von der sie ebenfalls Solidarität erwarten, welche etwa so einträglich sein wird, wie die Gelder für das Spitaldefizit.

Hätte der Regierungsrat und der Sonderstab jetzt endlich einmal die Statistiken des BAG studiert, den ungeeichten PCR-Test zurückhaltend angewandt und damit evidenzbasiert gehandelt, hätte kein Restaurant und kein Skilift schliessen müssen. Die Unfähigkeit der Urner Regierung und des Sonderstabes mit der Krise umzugehen, ist für die Wirtschaft und die Arbeitsplätze in Uri katastrophal.

Schlimme Kollateralschäden mit dieser ‘Augen zu und durch’ Politik lassen sich nicht mehr vermeiden. Unterstützungsangebote von Fachpersonen, welche nicht der Regierung oder dem Sonderstab angehören, wurden überheblichst zurückgewiesen. Es ist aber notwendig, weiteren Schaden zu vermeiden. Dafür braucht es neue Köpfe, welche den Mut haben, schädliche Diktate aus Bern mit allen rechtlichen Mitteln zurückzuweisen und neue Strategien, zur Rettung der KMU (ohne Schuldenfalle) und den menschenwürdigen Schutz der Betagten, zu entwickeln.

Solange der Regierungsrat und der Sonderstab weiter in seiner Arroganz verharrt und Unterstützungsangebote zurückweist, wird mit seiner Strategie grosses Leid im Kanton verursacht. Die Verantwortlichen machen sich schuldig, ihren verbindlichen Auftrag als gewählte Vertreter des Souveräns nicht mit der genügenden Sorgfalt umgesetzt zu haben.

«Achtet, dass ihr aufeinander hört!», weise Worte von Bruder Klaus zum Schluss dieses Appells, welche wir alle in dieser Zeit bitter nötig haben.