Leserbrief
«Beim Verkehr zwischen Göschenen und Andermatt kocht jeder sein eigenes Süppchen»

Zu: «Naturschützer sind sauer: ‹Die geplanten Häfen von Samih Sawiris sind ein No-Go›», Ausgabe vom 29. Mai

Merken
Drucken
Teilen

Den Einwänden der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz ist nichts hinzufügen. Vielen Dank für die sachliche Analyse der quer in der Landschaft stehenden Vision. Zu begrüssen wäre es, wenn die vom Resort in Göschenen ausgelösten Baustellen zuerst abgeschlossen würden. Der Ausbau des Resorts in Andermatt hinterlässt von Göschenen nach Andermatt eine grosse verkehrstechnische Baustelle. Im letzten Winter wurde Göschenen bei der Schliessung der Schöllenenstrasse mit Autos überschwemmt. Der Parkplatz unterhalb von Göschenen hat keine Verbindung zum Bahnhof.

Es ist schade, dass das vorbildliche Angebot der SBB und der SOB, mit dem Treno Gottardo Touristen möglichst bequem und ökologisch in die Gotthardregion zu bringen, Stückwerk bleibt. Nur 10 Prozent der Andermatter Gäste reisen mit dem öffentlichen Verkehr an. Sie müssen in Göschenen und Andermatt zweimal umsteigen, um ins Skigebiet zu gelangen. Es ist unverständlich, dass es für die mindestens zehn Jahre zurückgestellte Luftseilbahn Göschenen–Gütsch keine Alternativen gibt. Warum fahren keine direkten Züge von Göschenen Richtung Oberalp? Beim Verkehr zwischen Göschenen und Andermatt kocht leider jeder sein eigenes Süppchen. Es braucht ja vielleicht dieses Mal nicht den Teufel, vielleicht reicht schon ein Samih Sawiris, der die richtigen Impulse gibt.

Kilian T. Elsasser, Göschenen