Leserbrief
«CO2-Gesetz ist auf dem Land eine gigantische Benachteiligung»

Zur Abstimmung vom 13. Juni.

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Liebe Urnerinnen und Urner, das CO2-Gesetz ist für uns auf dem Land eine gigantische Benachteiligung. Die Städter können gerne vom öffentlichen Verkehr reden, solange alle paar Minuten ein Bus oder Tram vor meiner Haustüre hält, könnte ich den grössten Teil meines Lebens auch mit dem ÖV bewältigen. Natürlich ist solch ein dichtes ÖV-Netz in unserem ländlichen Kanton unvorstellbar. Die 12 Rappen auf den Liter Benzin/Diesel treffen uns daher massiv.

Die Gefahr besteht, dass die Randgemeinden noch mehr mit Abwanderung zu kämpfen haben und die Ballungszentren noch mehr Zulauf erhalten. Der Kanton Uri wird auch in naher Zukunft darauf angewiesen sein, dass viele Bürgerinnen und Bürger in Grenzkantone pendeln und dort ihrer Arbeit nachgehen. Die Landwirtschaftsbetriebe sind ebenfalls auf Maschinen angewiesen, welche mit Treibstoff laufen. Für Landwirte bleibt somit Ende Jahr noch weniger Geld in den eigenen Taschen, trotz harter, intensiver Arbeit.

Wollen wir wirklich die arbeitende Bevölkerung bestrafen? Nein, ich möchte dieser Bevölkerungsschicht ihr Leben nicht zusätzlich belasten. Vor allem dann nicht, solange es keinen Einfluss auf das Weltklima hat. Die Schweiz kann für das Weltklima mit Forschung und Innovation viel erreichen, jedoch nicht mit unsozialen Steuern und Abgaben. Stimmen Sie am 13. Juni Nein zu diesem unsozialen CO2-Gesetz, auf dem Buckel der Landbevölkerung.

Fabio Affentranger, Präsident SVP Uri