Leserbrief
Zweimal Ja für eine starke Landwirtschaft

Zur Vorlage über die eidgenössische Abstimmung vom 13. Juni

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Oft wird argumentiert, die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative richten sich gegen die Landwirtschaft. Ich bin vom Gegenteil überzeugt! Wir brauchen diese beiden Initiativen, damit wir auch in Zukunft noch eine starke und gesunde Landwirtschaft haben.

Die Bauern leben von und mit der Natur. Sie sorgen dafür, dass wir täglich etwas auf dem Teller haben. Sie sind die Hüter der Natur, denn sie beschäftigen sich 7 Tage die Woche 24 Stunden lang mit ihr. Unsere Bauern sind nicht das Problem, das Problem sind die falschen Anreize. Durch diese werden die Bauern gezwungen, mit Chemiekeule und Medikamentencocktail zu arbeiten, wenn sie wirtschaftlich überleben wollen. Genau hier greifen die beiden Initiativen ein. Das Subventionssystem muss so angepasst werden, dass nicht mehr die Chemiekonzerne den grössten Nutzen haben, sondern unsere Bauern, ihre Lebensgrundlage, die Natur und damit schlussendlich wir und unsere Kinder. Nachhaltige Landwirtschaft ohne künstliche Pestizide ist möglich, das beweisen bereits heute Tausende von Biobetrieben. Sauberes Trinkwasser, unsere kostbarste Ressource, muss für kommende Generationen geschützt werden.

Studien zeigen klare Zusammenhänge zwischen Pestiziden und Alzheimer-Erkrankungen oder auch Unfruchtbarkeit. Das Wundermittel von gestern wird zum Problem von heute (und morgen). Solche Probleme kann man nicht aussitzen! Liegen neue Erkenntnisse auf dem Tisch, muss auch gehandelt werden. Stellen wir die Weichen für eine starke Landwirtschaft und ein sauberes Wasserschloss Europas. Deshalb stimme ich überzeugt zweimal Ja.

Peter Vorwerk, Bürglen