Leserbrief
Mut und Weitsicht beweisen

Zum Sport- und Ärztezentrum in Silenen: An der Gemeindeversammlung wird über eine Umzonung, an der Urne über ein zinsloses Darlehen abgestimmt.

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Eine wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Silenen war wegen der Neat-Baustelle über viele Jahre bloss in sehr geringem Masse möglich. Mittlerweile ist der Grund in Amsteg aber ein Entwicklungsschwerpunkt mit Vorzeigecharakter. Der grösste Liegenschaftsbesitzer ist glücklicherweise die Korporation Uri und nicht irgendein Spekulant, welcher nur grosse Gewinne auf Kosten der Allgemeinheit anstrebt.

Die Korporation Uri bietet Gewähr, dass das Land für das Weiterentwickeln der Gemeinde Silenen genutzt wird. So haben sich bereits mehrere Betriebe neu angesiedelt und weitere sollen folgen. Dadurch werden neue Stellen geschaffen oder auch bestehende gesichert. Diese generieren Steuereinnahmen, welche es der Gemeinde Silenen erlauben, in zukunftsträchtige Projekte zu investieren und die Attraktivität zu steigern. Je attraktiver eine Gemeinde ist, desto mehr sind Firmen und Private gewillt, sich hier niederzulassen sowie auch zu investieren.

Silenen hat während der Neat-Bauphase gut an der Quellensteuer verdient und kann heute in zukunftsweisende Projekte investieren. Das Sport- und Ärztezentrum Silenen ist genau solch ein Projekt. Die Gemeinde verfügt in Amsteg über attraktives, für solche Projekte eingezontes Land. Ein Ärztezentrum mit einem Restaurant und auch noch einer trendigen Sporthalle in einem Gebäude machen den Entwicklungsschwerpunkt attraktiv für Unternehmen.

An der Gemeindeversammlung vom kommenden Mittwoch, 18. November, und an der Abstimmung vom 29. November kann das Silener Stimmvolk einen wegweisenden Entscheid fällen und dafür sorgen, dass auch in Zukunft die medizinische Grundversorgung in der eigenen Gemeinde, direkt vor Ort stattfindet. Das hat sich für Silenen bisher immer bestens bewährt. Bereits Anfang der 1960er-Jahre bewies die Silener Bevölkerung viel Mut und genehmigte damals einen Kredit von 300'000 Franken für ein Arzthaus. Dieser Betrag entspricht gemäss historischem Lohnindex heute einer Summe von über 2,2 Millionen Franken. Dem gegenüber sind die an der kommenden Gemeindeversammlung beantragten 150'000 Franken und das an der Urne vom 29. November zu gewährende, effektive zinslose Darlehen in der Höhe 240'000 Franken verhältnismässig sehr gut investiert.

Ich bin überzeugt, dass die Stimmberechtigten der Gemeinde Silenen wieder den Mut und die Weitsicht beweisen und für beide Beträge ihre Zustimmung erteilen.

Elias Epp, Landrat, Silenen