LORY SCHRANZ: Sie hilft den Kindern von Kerala

Lory Schranz bringt nächste Woche Geld und Kleider nach Südindien. Dank der Hilfsaktion werden dort bald 45 Kinder für die Pfadi Altdorf werben.

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Bald gibt es für Lory Schranz ein Wiedersehen mit den Kindern im südindischen Dorf Coccin. (Bild pd)

Bald gibt es für Lory Schranz ein Wiedersehen mit den Kindern im südindischen Dorf Coccin. (Bild pd)

Lory Schranz ist am Packen. Nächste Woche reist die Altdorferin für einen Monat nach Kerala in Südindien. Für sich selber hat sie nur wenig eingepackt. Trotzdem weiss sie jetzt schon, dass ihre Gepäckstücke mehr als 20 Kilogramm auf die Waage bringen werden. «Ich hoffe, dass das Flughafenpersonal bei meiner Abreise ein Auge zu drücken wird», sagt sie. So viel Gewicht hat das Gepäck von Lory Schranz, weil sie Kindern in Südindien helfen will. Sie hat viele Kleider von Bekannten erhalten. Auch die Pfadi St. Martin in Altdorf hat 45 T-Shirts beigesteuert.

Beim Bau eines neuen Schulhauses mitgeholfen
Neben ihren sozialen Projekten ist Lory Schranz Betriebsleiterin im Cinema Leuzinger. Obwohl sie nun weggeht, muss das einzige Urner Kino aber nicht geschlossen werden. Die Betriebsleiterin kann auf ein gutes Team zählen, das sie in ihrer Abwesenheit vertritt.

Vor fünf Jahren hat Lory Schranz Barbara Liechti kennen gelernt. Die engagierte Appenzellerin hat das Projekt Sunara ins Leben gerufen. Lory Schranz war Feuer und Flamme und wollte die Hilfsarbeit mit unterstützen. So war sie vor drei Jahren bereits einmal im Dorf Coccin in der Provinz Kerala und half mit, den Bau eines neuen Schulhauses zu unterstützen.

«Mit ihnen auf den Markt und kaufen, was sie brauchen»
Das Dorf Coccin liegt am Meer. Hier leben viele Tsunami-Opfer. Zahlreiche Kinder sind Halbwaisen. Mit dem Projekt werden vor allem allein erziehende Mütter und deren Kinder unterstützt. 2000 Franken hat Lory Schranz mit dabei. Gesammelt wurde der Betrag bei einem Benefizkonzert der Urner Mundartformation Uriginal und Freunden im Juni im Rahmen des Altdorfer Kinderfests.

Für uns sind 2000 Franken zwar nicht sonderlich viel Geld. Aber in Indien kann man damit sehr viel kaufen. Für 135 Franken im Jahr ermöglicht man bei einer Patenschaft einem Kind für ein Jahr den Schulbesuch. «Wir drücken den Menschen kein Geld in die Hand, sondern gehen mit ihnen auf den Markt und kaufen das, was sie brauchen.» Lory Schranz ist überzeugt, dass man nur so Gewähr hat, dass das Geld auch für den richtigen Zweck verwendet wird.

Lory Schranz hilft jungen Menschen in einer Notlage. Doch wer andere beschenkt, bekommt auch wieder etwas zurück. «Die Arbeit gibt mir sehr viel», sagt Lory Schranz. «Wenn ich die leuchtenden Kinderaugen sehe, macht mich das glücklich. Da kann ich für ein Jahr auftanken.» Nächstes Jahr will sie wieder Geld sammeln und wenn es irgendwie geht nach Kerala reisen.

Markus Zwyssig

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Urner Zeitung.