LUCENDRO-KRAFTWERK: Regierung will Konzession nicht verlängern

Der Urner Regierungsrat will die Konzession für das Lucendro-Kraftwerk, welche die Alpiq inne hat, nicht verlängern. Er beantragt dem Landrat, den Heimfall vorzubereiten. Zuvor hatte sich schon der Tessiner Staatsrat für diesen Schritt ausgesprochen.

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Alpiq möchte den Konzessionsvertrag mit den Kantonen Uri und Tessin verlängern. Diese lehnen jedoch ab. (Bild: Keystone)

Alpiq möchte den Konzessionsvertrag mit den Kantonen Uri und Tessin verlängern. Diese lehnen jedoch ab. (Bild: Keystone)

Das Lucendro-Kraftwerk befindet sich zwar auf Tessiner Boden, das Werk fasst aber zu einem grossen Teil Wasser der nach Norden abfliessenden Gotthardreuss. Deshalb hat der Kraftwerksbetreiber 1944 von beiden Kantonen eine Konzession erhalten. Die 1984 verlängerte Konzession endet am 31. Dezember 2024.

Die Alpiq Hydro Ticino SA stellte den beiden Kantonen ein Gesuch um eine weitere Verlängerung der Konzession. Wie aus den am Montag veröffentlichten Unterlagen des Urner Landrates hervorgeht, beantragt der Regierungsrat, die Konzession nicht zu verlängern.

Lehne Uri das Gesuch der Alpiq ab und mache den Heimfall geltend, stünden dem Kanton mehr Optionen offen als bei einer Konzessionsverlängerung, schreibt der Regierungsrat in seinem Bericht.

Die Kantonsregierung empfiehlt dem Landrat deshalb, das Gesuch der Alpiq abzulehnen. In den nächsten Jahren sei dann zu prüfen, wie Uri seinen Anteil am Kraftwerk Lucendro nutzen wolle.

Die Urner Kantonsregierung weist darauf hin, das auch die Tessiner Regierung den Heimfall geltend machen wolle. Würden beide Kantone den gleichen Weg einschlagen, könne die Zusammenarbeit bei der Energieproduktion gestärkt werden.

(sda)