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Schüsse mit dem Luftgewehr auf Nachbarn: Urner Polizist suspendiert

Ein Mitarbeiter der Urner Kantonspolizei ist bis auf Weiteres freigestellt worden. Er habe mit einem Luftgewehr auf seinen Nachbarn und dessen Gäste geschossen. Der Polizist wurde vom Nachbarn angezeigt.
Lucien Rahm

Ein Mitarbeiter der Urner Kantonspolizei ist vorübergehend freigestellt worden, wie der «Blick» am Mittwoch berichtet hat. Die Suspendierung des in Göschenen wohnhaften Mannes stehe im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung mit einem Nachbarn. Bei dieser soll der Polizist mit einem Luftgewehr auf den Mann geschossen haben, der im gleichen Mehrfamilienhauses wohnt.

Auslöser des Streits soll eine kleine Feier gewesen sein, die besagter Nachbar am 16. Juli auf der Terrasse seiner Parterrewohnung abgehalten habe. Der Koch aus der Slowakei weilt während der Sommersaison in Göschenen, wo er als Küchenchef in einem Hotel tätig ist. Vor rund sechs Wochen habe er am Abend Besuch von Freunden und Familie aus seiner Heimat erhalten. Zusammen genossen er und seine fünf Gäste den Abend auf der Terrasse.

Polizist war stark alkoholisiert

Daraufhin sei es zur Auseinandersetzung mit dem benachbarten Polizisten gekommen. Dieser sei an jenem Abend mit einem Freund auf dem Balkon gewesen. Gemäss den Angaben, die der Küchenchef gegenüber dem «Blick» macht, sei der Polizist stark alkoholisiert gewesen. Nähere Gründe für den Streit gibt die Zeitung nicht wieder. Zunächst habe der Polizist «herumgepöbelt», wobei auch rassistische Äusserungen gefallen sein sollen. Danach habe er zu einem Luftgewehr gegriffen und habe damit auf den Nachbarn und dessen Gäste geschossen. Knapp eine Stunde lang habe der Polizist von seinem Balkon aus immer wieder Schüsse abgegeben.

Gemäss «Blick» hätten die Beschossenen nicht gewusst, dass die Salven aus einem Luftgewehr und nicht einer richtigen Pistole stammten. Der Versuch der Gruppe, mit dem nahe gelegenen Auto zu flüchten, sei vom Polizisten mit weiteren Schussabgaben verhindert worden. Verletzt worden sei niemand. Mittlerweile hat der Nachbar gegen den Schützen eine Strafanzeige eingereicht.

Verfahren gegen Schützen eröffnet

Die Staatsanwaltschaft Uri bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass sie gegen den Polizisten im Zusammenhang mit dem besagten Vorfall ein Strafverfahren eröffnet hat. Auf weitere Fragen geht sie «aus ermittlungstaktischen Gründen» nicht ein. Je nach Ergebnis der Ermittlung droht dem 38-jährigen Sachbearbeiter der Bereitschafts- und Verkehrspolizei Uri die definitive Kündigung. «Sobald der Sachverhalt abschliessend geklärt ist, werden wir im Rahmen des personalrechtlichen Verfahrens entscheiden, wie bezüglich der Suspendierung verfahren wird», teilt Alexandra Kälin, Generalsekretärin der Urner Sicherheitsdirektion, auf Anfrage mit.

Dass ein Polizist aufgrund einer Strafanzeige bereits vorläufig freigestellt wird, ist nicht immer zwingend. Im vorliegenden Fall sei die Suspendierung als «eine vorsorgliche Massnahme aufgrund der konkreten Anschuldigungen verfügt worden», so Kälin weiter. Denn das Vertrauen der Bevölkerung in die Integrität der Polizei solle «nicht geschmälert werden».

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