Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LUZERN: Polizei stoppt Tellbus und verärgert Auto AG Uri

Der Tellbus wurde bei einer Kontrolle eine Stunde lang festgehalten. «So etwas darf nicht passieren», moniert die Auto AG Uri.
Markus Zwyssig
Weil die Polizei den Tellbus anhielt, mussten die Passagiere zusehen, wie sie ans Ziel kommen. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Weil die Polizei den Tellbus anhielt, mussten die Passagiere zusehen, wie sie ans Ziel kommen. (Symbolbild) (Bild: Archiv / Neue LZ)

Böse Überraschung für Urner Fahrgäste, die auf schnellem Weg nach Luzern wollten. Am vergangenen Freitag um 16.30 Uhr, auf der Autobahn kurz vor der Ausfahrt in Luzern, wurde der Tellbus von der Polizei im Rahmen einer Grosskontrolle angehalten. Der Chauffeur musste mit dem Bus zur Prüfung aufs Strassenverkehrsamt. Dort wurde das Fahrzeug eingehend kontrolliert. Der Chauffeur musste zudem einen Alkohol- und Drogentest machen. Rund eine Stunde dauerte die strenge Kontrolle des Busses und des Fahrers – und dies, obwohl der Chauffeur klar signalisiert hatte, dass es sich um eine Linie des öffentlichen Verkehrs handle und er Fahrzeiten einzuhalten habe.

Keine Hilfe für Fahrgäste

Im Bus befanden sich 20 Personen. Sie mussten ihre Weiterfahrt vom Strassenverkehrsamt aus selber organisieren und sich darum kümmern, wie sie zum Bahnhof gelangten. Bei der Weiterfahrt gab es keine Hilfe. Auch der Chauffeur konnte seiner Arbeit nicht wie geplant nachgehen. Er verpasste den Gegenkurs von Luzern nach Altdorf. Stattdessen mussten die Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) kurzfristig einen Bus und einen anderen Chauffeur organisieren. Der Tellbus war entsprechend mit Verspätung von Luzern nach Altdorf unterwegs.

Bei der Auto AG Uri kann man den Vorfall nicht nachvollziehen. «So etwas darf nicht passieren», sagt der Leiter Betrieb, Peter Aregger. «Ich habe noch nie von einer vergleichbaren Kontrolle eines Chauffeurs im Bereich des öffentlichen Verkehrs gehört.» Die Kontrolle erstaunt ihn umso mehr, weil offensichtlich kein Vergehen des Chauffeurs vorlag. «Die Polizei konnte dementsprechend auch nichts beanstanden», so Aregger. Eine Kontrolle allenfalls am Ende der Kursfahrt hätte man bei der Auto AG noch verstehen können. So aber sei der Zwischenfall sehr unangenehm gewesen für die Fahrgäste.

Polizei rechtfertigt Vorgehen

Simon Kopp, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, bestätigt, dass die Luzerner Polizei den Tellbus am vergangenen Freitag eine Stunde lang festgehalten hat. «Es war eine offizielle Kontrolle», so Kopp. Da dürfe man keine Ausnahme machen – auch nicht für den öffentlichen Verkehr. «Die Kontrollen dienen letztlich der Sicherheit auf der Strasse und auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs.» Auch den Weg aufs Strassenverkehrsamt rechtfertigt er. «Dort haben wir Experten und auch die Infrastruktur für die Kontrolle vor Ort».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.