Märkte auf den Urner Pässen werden diesen Sommer wieder durchgeführt

Auch in diesem Jahr werden auf den Urner Pässen regionale Köstlichkeiten und Kunsthandwerk angeboten. Bereits am kommenden Sonntag geht's auf dem Gotthardpass los.

Remo Infanger
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Die Passmärkte, hier jener auf dem Klausen, erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Die Passmärkte, hier jener auf dem Klausen, erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Bild: Paul Gwerder, Klausenpass, 5. August 2018

«Es ist die spezielle Atmosphäre auf einer Passhöhe, die den Besuch der Passmärkte so attraktiv macht», ist der Verein Alpinavera überzeugt. «Obwohl eigentlich eine Durchgangsstrasse, ist das Erreichen des höchsten Punktes auf der Reise von einem Tal ins andere immer wieder auch ein Zielpunkt, ein Wendepunkt, der zum Verweilen einlädt.»

Vor mehr als zehn Jahren habe die Erfolgsgeschichte der von Alpinavera organisierten Passmärkte begonnen. Die inzwischen an zehn Sommer-Sonntagen stattfindenden Märkte auf dem Oberalp, Gotthard und Klausen sowie Lukmanier und Flüela werden in diesem Jahr um einen Markt in Locarno erweitert, wie der Verein in ihrer Mitteilung bekanntgibt.

Märkte sind eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle

Der direkte Kontakt zu den Herstellern der regionalen Köstlichkeiten – alles einheimische Ernährungs- und Kunsthandwerker – schaffe Vertrauen, Bekanntheit und letztendlich auch Umsatz. Für die Marktteilnehmer aus dem überwiegend landwirtschaftlichen Umfeld seien die Passmärkte eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle. Dank finanzieller Unterstützung sei es möglich, die Märkte zu organisieren und laufend auszubauen, schreibt Alpinavera weiter. Die Stiftung Suyana übernehme einen Teil der Organisationskosten und sichere dadurch vielen Bergbauern einen wichtigen Gewinn – denn geringe Teilnahmekosten ermöglichen es auch Kleinstanbietern, einen Auftritt an den Passmärkten zu realisieren.

Die besondere Situation in diesem Jahr verlangt auch von Marktorganisationen ein Schutzkonzept. Alpinavera hat ein solches erarbeitet. «Die Einhaltung von Abstands- und Hygienebestimmungen ist uns sehr wichtig», betont Jasmine Said Bucher, Geschäftsführerin von Alpinavera. «Wir sind sehr froh, dass wir unseren Partnern die Marktauftritte auf den Passhöhen in diesem Jahr überhaupt ermöglichen können.» Damit die Abstandsregeln eingehalten werden, werden die eigentlichen Marktareale mit einem Eingang versehen, wo nur die zulässige Anzahl Personen eingelassen wird.

Die Daten für die Urner Passmärkte stehen fest

Auf dem Gotthard findet der Passmarkt am 28. Juni, 26. Juli und 30. August jeweils von 10 bis 16 Uhr statt. Der Markt auf dem Klausenpass wird am 16. August, 10 bis 16 Uhr, über die Bühne gehen, Verschiebedatum ist der 23. August. Auf dem Oberalp kann der Passmarkt am 5. Juli, 2. August und 6. September besucht werden, ebenfalls von 10 bis 16 Uhr.

Die Daten weiterer Märkte in Graubünden oder im Tessin findet man unter: www.alpinavera.ch.