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Malereien mischen sich mit Skulpturen

Der Maler Marcus Schmid und der Holzbildhauer Hans Gisler stellen zurzeit in Andermatt aus. Sie erzählen von ihren Techniken.
Claudia Naujoks
Holz neben Malereien. (Bild: Claudia Naujoks)Holz neben Malereien. (Bild: Claudia Naujoks)
Die Bilder von Marcus Schmid enthalten viele Details. (Bild: Claudia Naujoks)Die Bilder von Marcus Schmid enthalten viele Details. (Bild: Claudia Naujoks)
Galeristin Mari Russi mit den Künstlern und Gästen. (Bild: Claudia Naujoks)Galeristin Mari Russi mit den Künstlern und Gästen. (Bild: Claudia Naujoks)
Adler sind bei beiden Künstlern ein Thema. (Bild: Claudia Naujoks)Adler sind bei beiden Künstlern ein Thema. (Bild: Claudia Naujoks)
Detailreich in Kunst verwandelt. (Bild: Claudia Naujoks)Detailreich in Kunst verwandelt. (Bild: Claudia Naujoks)
Die Materialen verschmelzen miteinander. (Bild: Claudia Naujoks)Die Materialen verschmelzen miteinander. (Bild: Claudia Naujoks)
Ein besonderes Ausstellungsstück von Hans Gisler. (Bild: Claudia Naujoks)Ein besonderes Ausstellungsstück von Hans Gisler. (Bild: Claudia Naujoks)
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Andermatter Galerie 87 verbindet Skulpturen und Malerei

In der Galerie Art 87 in Andermatt treffen zurzeit zwei sehr unterschiedliche Künstler aufeinander: Holzbildhauer Hans Gisler und Maler Marcus Schmid. Gemeinsam haben die beiden Künstler, dass sie in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen sind: Marcus Schmid stammt aus Hospental und Hans Gisler aus Riemenstalden. Da hört es mit den biografischen Gemeinsamkeiten aber schon wieder auf.

Marcus Schmid ist beruflich als Koch beschäftigt und malt in seiner Freizeit. Seine spezielle Technik, die er sich mit Acrylfarben autodidaktisch angeeignet hat, erlaubt es ihm, das Bild in vielen Schichten, stellenweise bis zu 20, immer wieder zu verändern, bis es für ihn stimmt. Entgegen kommt ihm die spezielle Farbe, die rasch trocknet. So kann er seine Arbeit jederzeit unterbrechen und wieder aufnehmen. Denn durch seinen Job kommt er selten länger als ein bis zwei Stunden nach dem Tagwerk dazu. Zu sehen sind von ihm wilde Tiere, wie zum Beispiel ein röhrender Rothirsch, eine schnäbelnde Adlereule, ein majestätischer Steinbock, ein Zebra, das einen zurückblickend ansieht, und eine Giraffe. «Ich male gerne in Übergrösse, weil ich hier die Details leichter darstellen kann», erzählt Schmid. Tatsächlich wirken die Bilder wie die Momentaufnahme einer Bewegung und die Details, wie Federn, Schnurrhaare oder Fell, treten schier wie eine Plastik aus der Fläche heraus. Das werde auch durch den meist schwarzen und dadurch kontrastreichen Hintergrund verstärkt, bestätigt der Maler.

Des Vaters Wunsch bringt ihm viel Fachwissen

Hans Gisler hat im Alter von 10 Jahren, also in der vierten Primarschulklasse, angefangen, zu schnitzen. Schon früh hat sich bei ihm herauskristallisiert, dass er künstlerisch tätig werden möchte. Dem Wunsch des Vaters, erst einen Beruf zu erlernen, der ihm ein Einkommen sichert, kommt er nach und lernt Schreiner. Sein inzwischen 27-jähriges berufliches künstlerisches Schaffen bringt ihm viele Vorteile. Zum Beispiel weiss er genau Bescheid über die Trockeneigenschaften von Holz und wie er bei welchem Holz wo schneiden muss. Inzwischen hat er sein künstlerisches Repertoire erweitert und beschäftigt sich mit Aquarellmalerei, Bronzeguss und experimentiert mit dem Kombinieren verschiedener Stoffe, wie Holz oder Bronze und Naturstein.

Für grössere geplante Arbeiten stelle er jeweils ein kleineres Modell her, erzählt der Künstler. So entdecke er schon im Voraus, worauf er bei der grossen Arbeit achten müsse. Trotzdem passiert es, dass er bei einem Naturprodukt wie Holz auf einen Fehler wie einen grösseren Ast stösst. Dann muss er von neuem anfangen. Das sei vergleichbar mit einer Erstbegehung im Gebirge, man wisse nicht, was auf einen zukomme.

Neben den Flying Eagles, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden sind, zeigt er eine Auswahl an verschiedenen Gegenständen wie Hohlkörper aus verschiedenen Holzarten auch in Kombination mit anderen Materialien, Bronze und Holzskulpturen mit Themen aus der Bergwelt wie den Wildheuer, den Kletterer und die Bergdohlen.

Zur Eröffnung der Ausstellung am Samstag erschienen in der Galerie von Mari Russi, Lesley Pollock und Gedeon Regli rund 60 Gäste.

Die Ausstellung von Art 87 an der Gotthardstrasse 87 in Andermatt dauert von 8. September bis 13. Oktober und hat von Donnerstag bis Sonntag jeweils von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Weitere Infos: www.art87-andermatt.ch.

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