Malereien zeigen Suworows Spuren

Künstler Alex Doll stellt im Talmuseum Andermatt Bilder aus über die Vergangenheit von Suworow in der Schweiz.

Paul Gwerder
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Der Künstler Alex Doll (rechts) zusammen mit Rainer Vollkommer, Direktor vom Liechtensteiner Landesmuseum. Bild: gw (Andermatt, 24.9.2019)

Der Künstler Alex Doll (rechts) zusammen mit Rainer Vollkommer, Direktor vom Liechtensteiner Landesmuseum. Bild: gw (Andermatt, 24.9.2019)

Im Talmuseum Andermatt gibt es seit Dienstag eine Sonderausstellung mit dem Namen «Auf Suworow’s Spuren». Die lebenskräftigen Bilder von Künstler Alex Doll, der im Ural aufgewachsen ist, und heute in Bern lebt, laden ein zu einer Zeitreise auf den Spuren des Feldherrn General Alexander Wassiljewitsch Suworow. «Das Geld ist kostbar, das menschliche Leben ist noch kostbarer, aber am kostbarsten ist die Zeit», schreibt Historiker Jürg Stüssi dazu.

Gemeindepräsident Hans Regli war sehr erfreut, dass die Vernissage in diesem würdigen Rahmen stattfinden konnte zusammen mit den vielen Gästen aus Russland und der Schweiz. Und Landratspräsident Pascal Blöchlinger meinte: «Andermatt ist nun definitiv zu einem kulturellen Ort geworden, wo es immer wieder verschiedene Höhepunkte gibt, wie diese Ausstellung.»

Gemälde zeigen Suworows wichtigste Stationen

Sogar Wladimir Gennadyevich Gronsky, Direktor des St.Petersburger Suworow Museums, ist sogar zu diesem Anlass ins Urserntal gereist, und er ist überzeugt, dass Suworow sowohl in der Schweiz wie auch in Russland in den Köpfen der Leute weiterleben wird. An der Ausstellung sind auch ein paar Leihgaben des Suworow Museums zu bestaunen.

Der Künstler verstand es ausgezeichnet, den Betrachter seiner Werke an der Landschaft und den wichtigsten Stationen des berühmten Suworows Feldzuges teilzuhaben. Es sind Bilder im Talmuseum – in welchem Suworow vor 220 Jahren sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte – die alle wichtigsten Ortschaften zeigen, durch die der Feldherr gezogen ist. Angefangen von Bellinzona, der Tremola, Talmuseum Ursern, Schöllenenschlucht, Passlandschaften, Muotathal bis hin zur Landesgrenze im liechtensteinischen Balzers.

Dabei hat der 29-jährige Künstler sämtliche Bilder vor Ort mit Öl auf Leinwand gemalt. «Ich fühle mich heute als Teil dieser Suworow-Geschichte, denn diese verbindet mich seit dem damaligen Krieg bis heute», erklärte Alex Doll. Diese Zeichnungen hat er schon neben verschiedenen Orten in der Schweiz auch zum Beispiel in Petersburg und Moskau ausgestellt.

«Ich bin begeistert von den lebendigen Malereien»

«Ich kenne den jungen Mann schon seit vielen Jahren und habe sofort erkannt, dass da viel Potenzial vorhanden ist», sagte Rainer Vollkommer, Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums, bei seiner Laudatio. «Ich bin begeistert von den lebendigen Malereien, die keineswegs fotografisch wirken.» Und er ergänzt: «Diese Bilder wirken auf den Betrachter und eröffnen ihm einen ganz anderen Blickwinkel. Eine Fotografie kann das nicht.» Die Vernissage wurde mit Gesang der bekannten Sopranistin Maria Gudneve und Vitaly Makazenko umrahmt.

Die Ausstellung im Talmuseum Ursern dauert noch bis am 12 Oktober.