Mangelhafte Sickerrohre werfen Fragen auf

Wie lange halten die fehlerhaften Sickerrohre im Gotthard-Basistunnel? Ein Bericht soll Klarheit schaffen. Doch er verzögert sich.

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Arbeiter verlegein im März 2011 in der Oströhre des Teilabschnitts Bodio die Geleise. (Bild: Keystone)

Arbeiter verlegein im März 2011 in der Oströhre des Teilabschnitts Bodio die Geleise. (Bild: Keystone)

Die Meldung, welche der «Tages-Anzeiger» vor gut einem Jahr publizierte, hatte es in sich: Im Gotthard-Basistunnel wurden teilweise minderwertige, aus Recycling-Material anstatt neuem Kunststoff fabrizierte Sickerrohre montiert. Die Lebensdauer solcher Abwasserröhren wird gemäss «Tages-Anzeiger» bloss auf 10 Jahre geschätzt, gemäss Ausschreibung müssten sie indes 50 Jahre halten.

Eigentlich hätte Ende September ein Gutachten vorliegen müssen, das die ganze Problematik aufzeigt. Doch die Fertigstellung des Berichts verzögert sich. Der Grund: Um abzuklären, wie lange die Recycling-Röhren wirklich funktionieren, sind «zeitintensive Versuche nötig», wie Renzo Simoni, Chef der Alp Transit Gotthard AG (ATG), der Bauherrin des Neattunnels, auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Und: «Wir gehen davon aus, dass die Resultate zur Alterungsbeständigkeit voraussichtlich bis Mitte 2012 vorliegen.» Insgesamt seien rund 200 der insgesamt 450 Kilometer eingebauten Drainagerohre betroffen.

red.

<em>Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag in der Neuen Urner Zeitung.</em>