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Über 10 Millionen Franken für neuen Autoverlad an der Furka

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn plant ein neues Zutrittssystem und baut dafür in Realp ein neues Betriebsgebäude.
Christian Tschümperlin
Der Autoverlad in Realp ist in die Jahre gekommen und muss umfassend erneuert werden. Dabei soll auch das Bahnhofgebäude und das Bistro abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. März 2013)

Der Autoverlad in Realp ist in die Jahre gekommen und muss umfassend erneuert werden. Dabei soll auch das Bahnhofgebäude und das Bistro abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden (Bild: Gaetan Bally/Keystone, 23. März 2013)

Der Andrang am Furka ist gross. So wurden rund 225'000 Fahrzeuge im Jahr 2018 mit dem Autoverlad durch den Furkatunnel transportiert. Das Zutrittssystem aber ist nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Es wurde anno 1982 fertigstellt, als der 15,4 Kilometer lange Tunnel gebaut wurde. Seither müssen Fahrer bei der Verladestation vorfahren, parkieren, ins Bahnhofsgebäude marschieren und dort ein Ticket kaufen. Das will die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) nun ändern.

Ab Herbst 2020 können Billette vorgängig im Internet oder per Smartphone-App gekauft werden. Beim Online-Kauf wird unter anderem das Fahrzeugkennzeichen abgefragt. Bei der Zufahrt wird dieses durch eine Kamera erfasst, woraufhin sich die Zufahrtsbarriere automatisch öffnet.

Bahnhofsgebäude und Buffet weichen Neubau

Um all dies realisieren zu können, werden einige Änderungen am Bahnhof nötig: Bei den Verladestationen in Realp und Oberwald werden je zwei Zufahrtsspuren gebaut. «Eine der beiden Spuren ist für die Fahrzeuge reserviert, für die vorab online ein Billett gekauft wurde», sagt Projektleiter Matthias Rohrbach. Für den Ticketbezug vor Ort steht ein Automat zur Verfügung, an dem die Tickets vom Fahrersitz des Autos aus bezogen werden können.

In Oberwald sind die Flächen für die Projektumsetzung vorhanden und das künftige Betriebsgebäude inklusive Warteraum und Verpflegungsmöglichkeiten für Kunden kann in den bestehenden Bahnhof integriert werden. In Realp müssen für die Neuerungen das Bahnhofsgebäude mit dem Buffet abgebrochen und ein neues Betriebsgebäude gebaut werden. Nach derzeitigem Planungsstand lässt sich die MGB die Modernisierung über 10 Millionen Franken kosten. Bis 2023 wird zudem die mehrheitlich seit Eröffnung des Furkatunnels unveränderte Infrastruktur an den Bahnhöfen Oberwald und Realp saniert und an die behördlichen Vorgaben im Zuge des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie an die heutigen Bedürfnisse angepasst.

Nach Einreichung des Plangenehmigungsdossiers im Sommer steht aktuell die Rückmeldung des Bundesamts für Verkehr aus. Nach derzeitigem Planungsstand und vorbehaltlich der Finanzierung und dem Erhalt der Baubewilligung ist der Baustart für Mai 2020 geplant. «Wir werden alles daransetzen, den Autoverlad während der Bauzeit aufrechtzuerhalten», sagt Rohrbach. Trotzdem könnten Unterbrüche an einzelnen Tagen nicht ausgeschlossen werden. Bis Herbst 2021 soll das Projekt realisiert sein.

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