Urner Kantonal-Matchschützenverband feiert Medaillengewinner

Die Resultate der Urner dürfen sich sehen lassen, genau so wie der Kassenabschluss.

Paul Gwerder
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Die erfolgreichen Urner Sportlerinnen und Sportler: (von links) Nina Stadler, Leonie Zurfluh, Sandra Arnold, Jana Gisler, Helena Epp und Flavio Indergand. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 22. März 2019)

Die erfolgreichen Urner Sportlerinnen und Sportler: (von links) Nina Stadler, Leonie Zurfluh, Sandra Arnold, Jana Gisler, Helena Epp und Flavio Indergand. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 22. März 2019)

«Unsere Athletinnen und Athleten haben es verdient, dass sie vor der GV speziell gefeiert werden», sagte Paul Wyrsch, Präsident des Urner Kantonal-Matchschützenverbands (UKMSV), am Freitagabend im Schützenhaus in Altdorf. Besonders erfreut war er, dass neben den wichtigsten Personen, den Sportlern, auch viele Eltern und die Gemeindepräsidentin Anita Zurfluh aus Attinghausen, Gemeindepräsident Bruno Gamma, Schattdorf, und der Altdorfer Gemeinderat Sebastian Züst anwesend waren. Aus diesen drei Gemeinden stammen auch die Schweizer Meister und einige der Medaillengewinner.

Beat Stadler würdigte den Schweizer Meister Paul Wyrsch, der am 4. September in Thun im Liegendmatch mit dem Kleinkalibergewehr den Titel holte. Nur ein paar Stunden später gewann Georg Zgraggen im Schiessstand Guntelsey mit dem Sturmgewehr auf die 300-Meter-Distanz die Silbermedaille. Ebenfalls Silber gewann Adi Arnold im Dreistellungsmatch mit dem Kleinkalibergewehr. Fabio Wyrsch holte im letzten Wettkampf als Junior vier Tage später im Liegendmatch mit dem Kleinkalibergewehr die Silbermedaille. Die gleiche Auszeichnung erkämpfte sich Flavio Indergand in der Kategorie U19-U21 einen Tag später im Dreistellungswettkampf.

Urner Nachwuchs ist mit dem Luftgewehr eine Macht

Neben vielen anderen Titelträgern ehrte Hardy Bissig, Chef Luftgewehr, die Sieger der Schweizer Meisterschaften der Gruppe U17, Sandra Arnold, Leonie Zurfluh und Silas Stadler. Zu ihnen sagte Bissig: «Was ihr in eurem jungen Alter leistet, ist gewaltig und verdient den grössten Respekt». Um als Team Erfolg zu haben, brauche es nicht nur Talent und tolle Einzelkämpfer, sondern ebenso wichtig sei die Harmonie und die Kameradschaft untereinander. In der Kategorie U21 gewann Flavio Indergand zusammen mit Helena Epp und Jana Gisler den Vize-Schweizer-Meistertitel. In einem spannenden Final mussten sich die Urner nur vom Team aus Uster geschlagen geben. «Am 2. März hat Sandra Arnold Grosses geleistet, denn sie wurde an diesem Tag bei den Junioren U17 Schweizer Meisterin und dies sogar mit einem neuen Schweizer Rekord, grossartig», so Hardy Bissig.

Und vergangene Woche belegte sie an den Europameisterschaften in Kroatien den 36. Rang. «Schon die Reise im Flugzeug dorthin war speziell, denn ich sass zuvor noch nie in einem Flugzeug», sagte Sandra Arnold an der Feier. «Für mich war das Resultat gut, denn ich war dort damit die beste Schweizerin und konnte im Wettkampf das zeigen, was ich gewohnt war.» Trotzdem staunte sie dort über die hohen Resultate ihrer Konkurrentinnen aus dem Osten, die sie sich nicht erklären konnte.

Und abschliessend durfte der Disziplinen-Chef noch Flavio Indergand (U21) zum Vize-Schweizer-Meistertitel mit dem Luftge-wehr gratulieren. Gemeindepräsidentin Anita Zurfluh war stolz, dass mit Helena Epp und Jana Gisler zwei Sportlerinnen, die beide in Attinghausen wohnhaft sind, Medaillen gewinnen konnten und auch den übrigen erfolgreichen Schützinnen und Schützen gratulierte sie zu den grossartigen Leistungen.

UKMSV-Präsident Paul Wyrsch betonte schliesslich, dass auch Trainer und Eltern einen besonderen Dank verdient hätten: «Ohne ihre Hilfe wären diese Leistungen nie möglich gewesen».

UKMSV sucht Disziplinenchef Luftgewehr

An der 54. Generalversammlung des UKMSV, zu der 36 Mitglieder kamen, musste Präsident Paul Wyrsch mitteilen, dass immer noch kein Nachfolger für Hardy Bissig, den Disziplinen-Chef Luftgewehr, gefunden werden konnte. Für das folgende Jahr will man Bissig ein wenig entlasten und so erklärte sich dieser bereit, noch ein Jahr weiter zu machen. Der Matchschützenverband zählt aktuell 126 Mitglieder.

Die Kasse schloss mit einem erfreulichen Gewinn von 4000 Franken ab, dies bei einem Ertrag von rund 15000 Franken. «Dieses positive Ergebnis kam zu Stande, da neben den Mitgliederbeiträgen auch häufig noch ein Gönnerbeitrag einbezahlt wurde und durch den haushälterischen Umgang auf der Ausgabenseite», erklärte Kassiererin Martina Vetter. Der Jahresbeitrag beträgt unverändert für die Aktiven 40 und für die Junioren 20 Franken.

An der GV wurden auch die besten Schützinnen und Schützen der Jahresmeisterschaft, des Kantonalmatchs und der dezentralen Meisterschaft geehrt. Zum Urner Matchschützen des Jahres ist Fabio Wyrsch gewählt worden. Und abschliessend freute sich Paul Wyrsch, dass der Schiessoffizier den neuen Kleinkaliberstand in Erstfeld abgenommen hat. «Ab sofort kann dort geschossen werden und ich bin gespannt, was für Resultate auf dieser neuen Anlage möglich sind», so Wyrsch.