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Zusammenarbeit im Tourismus soll weiter intensiviert werden

Langfristig schliesst die Regierung eine Fusion der beiden Urner Tourismusorganisationen nicht aus. Zuerst wird nun aber eine Stärkung der Strukturen der beiden Organisationen angestrebt.
Markus Zwyssig

Die Urner Regierung erachtet den aktuellen Zeitpunkt für die Forcierung eines Zusammenschlusses der beiden Tourismusorganisationen Uri und Andermatt-Urserntal «als nicht geeignet». Das hält sie in ihrer kürzlich veröffentlichten Antwort auf eine Kleine Anfrage von Franz Christen (CVP, Schattdorf) fest.

Die Regierung begründet diese Haltung unter anderem damit, dass sowohl die Uri Tourismus AG (UTAG) als auch die Andermatt-Urserntal Tourismus GmbH (AUT) mit verschiedenen Herausforderungen wie beispielsweise personellen Wechseln in der Geschäftsführung, Veränderungen im Bereich der Digitalisierung oder auch mit neuen Anforderungen der Gäste konfrontiert respektive beschäftigt gewesen.

Innere Konsolidierung ist vordringlich

Vordringlich scheine nun die nachhaltige innere Konsolidierung der beiden Unternehmen, so die Regierung in ihrer Antwort. Die Zusammenarbeit zwischen der UTAG und AUT werde von Seiten der Volkswirtschaftsdirektion aber weiterhin unterstützt, und ein Zusammenschluss sei in der langfristigen Sicht auch nicht auszuschliessen. Dafür werde jedoch die vorausgehende Stärkung der Strukturen beider Organisationen als wichtige Voraussetzung erachtet.

Organisationen bauen Kompetenzzentren auf

Die beiden Tourismusorganisationen wollen gemäss Antwort der Regierung die Kooperation weiter intensivieren, um Synergien zu nutzen und finanzielle Mittel für die Vermarktung verfügbar zu machen. Dazu sollen für Bereiche wie Marketing, IT, Personal, Produktmanagement oder Finanzen sogenannte Kompetenzzentren aufgebaut und organisatorisch einer der beiden Tourismusorganisationen zugewiesen werden. Die Kompetenzzentren sollen dann für die kantonsweite Umsetzung der Aufgaben im zugewiesenen Thema verantwortlich sein. Dadurch sollen die Mittel zielgerichteter eingesetzt und Doppelspurigkeiten vermieden werden.

Gründung der Andermatt-Sedrun-Disentis Marketing AG

Andermatt Sedrun Sport und die Bergbahnen Disentis haben im Sommer 2018 die Andermatt-Sedrun-Disentis Marketing AG gegründet. «Sie ist offen für neue Partner, sei es aus dem touristischen Umfeld, den Gemeinden, der Region oder Unternehmungen der Region», schreibt die Regierung. Sie empfehle den lokalen Tourismusorganisationen und weiteren Partnern, sich auf die lokale Gästebetreuung vor Ort zu konzentrieren und die internationale Vermarktung an die Andermatt-Sedrun-Disentis Marketing AG auszulagern. Die Zusammenarbeit mit den Partnern soll mittels Leistungsvereinbarungen definiert werden.

Die Volkswirtschaftsdirektion stehe in konstantem Austausch mit beiden Tourismusorganisationen und habe im Laufe des Prozesses zur Anerkennung derselben für die Jahre 2019 bis 2024 auch diverse Gespräche zur Zusammenarbeit der beiden Organisationen geführt. Schon bisher wurden zudem Projekte unterstützt, welche die Zusammenarbeit von Uri und Andermatt-Urserntal Tourismus untereinander oder mit Dritten fördern würden, etwa im Rahmen von Projekten der Neuen Regionalpolitik (NRP). Ebenfalls werden den Tourismusorganisationen vom Regierungsrat gemäss Gesetz übergeordnete Tourismusaufgaben von kantonalem Interesse übertragen, wodurch die Zusammenarbeit der Organisationen weiter gestärkt wird.

Mit Tourismusgesetz zwei Regionen gebildet

Der nördliche und der südliche Teil des Kantons Uri würden sich bezüglich der Potenziale, Ausrichtung, Gästebedürfnis und Strukturen aus touristischer Sicht deutlich unterscheiden, so die Regierung. Daher seien mit dem kantonalen Tourismusgesetz zwei Tourismusregionen gebildet worden. «Im Hinblick auf die Unterschiede der beiden Regionen gibt es gewisse Vorteile, den Urner Tourismus über zwei Organisationen zu fördern», so die Regierung. Im Hinblick auf eine engere Zusammenarbeit sind die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen von Bedeutung. Sie seien aber sehr verschiedenartig. So verfügten die Gemeinden Andermatt, Hospental und Realp mit dem Tourismusreglement über ein Finanzierungsinstrument, das die touristische Entwicklung in diesen Gemeinden nachhaltig fördere. Diese Gemeinden würden eine Tourismusabgabe erheben. Etwas Gleichartiges oder Ähnliches fehle der Region Urner Unterland.

Christen hofft, dass Fusion weiter vorangetrieben wird

«Dass die Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen verstärkt wird, finde ich sehr wichtig», sagt Franz Christen zur Antwort der Regierung. «Wenn die Anerkennung der beiden Tourismusorganisationen von 2019 bis 2024 weiter läuft, heisst dies, dass in dieser Zeit noch kein Zusammenschluss vorgesehen ist.» Ein solcher sollte aber bereits jetzt aufgegleist werden, damit eine entsprechende Neuorganisation bis 2024 umgesetzt werden kann. «Der Kanton Uri kann nur Erfolg haben, wenn er als eine Marke auftritt», ist Christen überzeugt. Eine enge Zusammenarbeit mit der Andermatt-Sedrun-Disentis Marketing AG schaffe einen professionellen Auftritt und die Grundlage für den Erfolg insbesondere im globalen Alpenraum.

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