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Mehr Verstösse gegen Tierschutzgesetz

Statistik 397 Strafverfahren wegen Tierschutzverstössen sind im vergangenen Jahr schweizweit geführt worden. Das ist ein ­neuer Rekord. Die Anzahl Fälle hat sich somit in 15 Jahren mehr als versechsfacht.

Nora Flückiger von der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) sieht diese Entwicklung positiv. «Der Anstieg ist das Ergebnis eines konsequenteren strafrechtlichen Vollzugs des Tierschutzrechts und widerspiegelt weniger eine tatsächliche Zunahme an Gesetzesverstössen», sagt Flückiger auf Anfrage.

Fast 65 Prozent aller Delikte wurden an Heimtieren begannen, die meisten davon an Hunden. Die Bussen betrugen im Mittel 300 Franken, Freiheitsstrafen wurden wegen reinen Tierschutzdelikten keine gesprochen. «Angesichts des erlittenen Tierleids sind diese Strafen noch immer unverhältnismässig tief», schreibt die Stiftung TIR in ihrer jährlichen Analyse zur Tierschutzstrafpraxis.

Im Kanton Uri wurden 2016 lediglich 8 Fälle von Tierschutzverstössen gemeldet. Das sind über 40 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Im Durchschnitt kam es zu 2,2 Strafverfahren pro 10000 Einwohner – was unter dem Schweizer Mittel von 3,1 liegt. (zar)

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