MEIENTAL: Ist die Strasse gesperrt, fliegt der Helikopter

Der Kanton Uri bezahlt Helikoptertransporte, wenn die Strasse zwischen Meiendörfli und Wassen wegen Lawinengefahr gesperrt ist. Notfalls werden Pendler in Hotels in Wassen untergebracht.

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Der Weiler Fürlaui in der Gemeinde Wassen ist von der Umwelt abgeschnitten. Ein Helikopter bringt Pendler aus dem Dorf. (Archivbild LZ)

Der Weiler Fürlaui in der Gemeinde Wassen ist von der Umwelt abgeschnitten. Ein Helikopter bringt Pendler aus dem Dorf. (Archivbild LZ)

Wie schon in den vergangenen Wintern hat die Baudirektion des Kantons Uri in Absprache mit dem Gemeinderat Wassen beschlossen, die Kosten für die Personentransporte per Helikopter Meien-Wassen-Meien und für allfällige Übernachtungen in Wassen zu übernehmen, falls die Strasse wegen Lawinengefahr oder eines Schneerutsches gesperrt ist. Diese Massnahmen sind für Personen gedacht, die auswärts einem Erwerb nachgehen.

Ist die Strasse zwischen Wassen und Meiendörfli gesperrt, können sich Pendler bei der Gemeindekanzlei Wassen melden. Die Gemeindekanzlei organisiert den Transport per Helikopter. Dieser Dienst steht auch dem Hausarzt, der Spitex und der Hebamme sowie in dringenden Fällen dem Tierarzt und dem Besamer zur Verfügung.

Entscheidet der Helikopter-Pilot, dass aufgrund des Wetters gegen Abend kein Rückflug von Wassen nach Meiendörfli möglich ist, können die Pendler auf Wunsch in einem Hotel in Wassen übernachten. Die Baudirektion ist überzeugt, dass diese Massnahmen das Leben der Meientaler im kommenden Winter erleichtern werden, heisst es in einer Mitteilung.

Das auf 1300 Metern Höhe gelegene Meiendörfli liegt an der Sustenpassstrasse. Im Meiental wohnen rund 60 Personen. Die Strasse nach Wassen ist im Winter im Schnitt während rund einer Woche gesperrt. 2014 war aus finanziellen Gründen auf den Bau einer Winternotstrasse verzichtet worden.

pd/rem/sda