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Messungen stellen Urner Gaststätten und Bars gutes Zeugnis aus

Das Amt für Umweltschutz hat stichprobenweise die Musiklautstärke in Gaststätten und Bars kontrolliert. Dabei wurden keine Verstösse gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte festgestellt, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.
In den Urner Bars ist die Musiklautstärke angemessen. (Bild: Getty)

In den Urner Bars ist die Musiklautstärke angemessen. (Bild: Getty)

«Laute Musik belastet das Gehör und kann mit der Zeit zu bleibenden Schäden führen», schreibt die Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion des Kantons Uri in einer Medienmitteilung. Um dem vorzubeugen, hat der Bundesrat gesetzliche Vorgaben gemacht: Ohne Bewilligung darf elektrisch verstärkte Musik im Durchschnitt maximal 93 Dezibel laut sein. Ist lautere Musik angesagt, zum Beispiel an einem Konzert, so muss der Veranstalter zusätzliche Massnahmen treffen und beim Amt für Umweltschutz vorgängig eine Bewilligung einholen.

Stichprobenkontrolle brachte erfreuliche Resultate

Um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu überprüfen, wurden gemäss einer Mitteilung der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion im Dezember 2018 in sechs Gaststätten und Bars die Lautstärke der elektrisch verstärkten Musik gemessen. Das Ergebnis fiel erfreulich aus: Alle kontrollierten Betriebe hielten die Grenzwerte ein, die meisten sogar sehr deutlich.

Aktuell standen gemäss der Mitteilung Betriebe im Fokus, die keine Bewilligung für laute Musik hatten und entsprechend tiefe Grenzwerte einhalten mussten. Für die nächsten Kontrollen wird das Augenmerk vermehrt auch auf grössere Veranstaltungen mit entsprechenden Bewilligungen für laute Musik gelegt. Dabei wird die Kontrolle nicht nur auf die Einhaltung der Grenzwerte ausgerichtet. Vielmehr wird bei diesen grösseren Veranstaltungen auch angeschaut, ob das Publikum ausreichend über den lauten Musikpegel informiert wird und ob gratis Gehörschutz abgegeben wird, damit sich die einzelnen Besucher schützen können. (pd/MZ)

Das bedeutet Dezibel

Dezibel (dB) ist ein Mass für die Lautstärke respektive für den Geräuschpegel. Ein normales Alltagsgespräch weist etwa eine Lautstärke von 60 dB auf, ein Auto etwa 75 dB und ein Donner bis zu 120 dB. Das menschliche Gehör kann Schall sehr dynamisch verarbeiten. Wenn der Schallpegel um 3 dB zunimmt, verdoppelt sich die Schallenergie, die auf unser Ohr auftrifft. Wir nehmen aber erst eine Zunahme um 10 dB als Verdoppelung der Lautstärke wahr. (pd/MZ)

Darauf müssen Veranstalter achten

Wenn eine Veranstaltung mit elektrisch verstärkter Musik geplant ist, die im Stundendurchschnitt lauter als 93 dB aufweist, muss das dem Amt für Umweltschutz gemeldet werden. Ein entsprechendes Meldeformular kann unter www.ur.ch > Dienst «Schall- und Laser» heruntergeladen werden. Je nach Lautstärke der Veranstaltung müssen Massnahmen wie die Abgabe von Gehörschutz und die Aufzeichnung von Schallpegeln ergriffen werden. (pd/MZ)

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