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Metzgermeister, Ambri-Fan und Ordensträger

Zur Person Ferdi Muheim

Metzgermeister Ferdi Muheim führt mit seiner Frau Esther den 1900 gegründeten Familienbetrieb, die Metzgerei Muheim in Andermatt, in dritter Generation.

Der heute 67-Jährige war lange Zeit auch auf politischer Ebene in Andermatt aktiv. Von 1985 bis 1996 war er Mitglied im Gemeinderat, von 1996 bis 2002 Gemeindepräsident. Auch sportlich engagiert sich Muheim für die Region – als Verwaltungsrat der Andermatt Gotthard Sportbahnen und von 2002 bis 2009 als Mitglied im Verwaltungsrat des HC Ambri-Piotta, mit dem er bis heute tatkräftig mitfiebert.

Daneben spielte auch Russland eine immer grössere Rolle im Leben des Andermatter. Erste Kontakte zum Grossreich im Osten knüpfte Muheim in den 1980er-Jahren, als er sich im Gemeinderat Andermatt um die Pflege des Suworow-Denkmals in der Schöllenen kümmerte. An dessen 200-Jahr-Jubiläum im Jahr 1999 empfing Muheim als Gemeindepräsident die Gäste aus Russland. Dabei entwickelte sich eine Partnerschaft mit der russischen Stadt Taldom.

Seither reist «Ferdinov», wie er genannt wird, immer wieder nach Russland. Er hilft Waisenkindern, unterstützt Bauprojekte oder rührt bei einflussreichen Politikern die Werbetrommeln für die arme Region im Norden Moskaus. Dazu nutzt er die guten Kontakte zur russischen Elite. 2009 holte Muheim gar den damaligen russischen Ministerpräsidenten, Dimitri Medwedew, nach Andermatt.

Im selben Klub wie Stalin, Castro und Honecker

Sein Einsatz für die «Druschba Schwizaria–Russia», die Freundschaft zwischen der Schweiz und Russland, haben Muheim bedeutende Orden beschert: 2001 verlieh ihm das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche den Orden des heiligen Fürsten Danylow. 2006 überreichte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in der russischen Botschaft in Bern dem Andermatter Metzgermeister die höchste Auszeichnung, die ein Ausländer von Russland erhalten kann: den «Orden der Freundschaft», angeordnet vom russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Und seit 2010 ist Muheim ausserdem stolzer Träger des Lenin-Ordens. Damit gehört der Andermatter zum gleichen Klub wie etwa Josef Stalin, Fidel Castro, Erich Honecker oder Sergej Michalkow, dem Schöpfer der sowjetischen und russischen Hymne. (eca)

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