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Eidgenössischer Jodlerverband: Michel Huser aus Erstfeld ist Freimitglied

Die Delegierten gaben an der 105. Versammlung des Eidgenössischen Jodlerverbandes grünes Licht für ein neues Verbandsorgan. Eine grosse Ehre kam Michel Huser aus Erstfeld zu. Er wurde für seine langjährigen Verdienste ausgezeichnet.
Robi Kuster
Die neuen Freimitglieder (von links): Amadé Leiggner, Michel Huser, Ueli Kämpfer und Antje Burri-Escher. (Bild: Robi Kuster, Escholzmatt, 9. März 2019)

Die neuen Freimitglieder (von links): Amadé Leiggner, Michel Huser, Ueli Kämpfer und Antje Burri-Escher. (Bild: Robi Kuster, Escholzmatt, 9. März 2019)

Turnusgemäss tagten die Jodler, Fahnenschwinger und Alphornbläser des Eidgenössischen Jodlerverbandes (EJV) am Samstag, 9. März, in der Zentralschweiz, und zwar in Escholzmatt. Es waren über 500 Delegierte und Gäste anwesend. Der Grund für den grossen Aufmarsch war wohl auch die Abstimmung über ein neues Verbandsorgan, da die Zeitschrift «Schwingen Hornussen Jodeln» auf Ende März eingestellt wird. Das Traktandum war denn auch neben den Ehrungen Schwerpunkt der Versammlung.

Ja zur monatliche Verbandszeitschrift «lebendig»

Im Vorfeld hatten sich die Unterverbände in Konsultativabstimmungen für ein neues Verbandsorgan ausgesprochen. An der DV in Escholzmatt gab es aber heftigen Widerstand aus Ob- und Nidwalden. Im Zeitalter der Digitalisierung und des Internets, wo jeder Verein eine Homepage und fast jedes Mitglied im Besitz eines Smartphones sei, habe ein gedrucktes Verbandsorgan keine Berechtigung mehr, meinten die Gegner der Zeitung. Schliesslich wurde aber mit einer Mehrheit der neuen Zeitung «lebendig» zugestimmt.

Das Argument der Solidarität wog etwas mehr. Die Zeitung soll künftig monatlich erscheinen und neben Fachartikeln auch Beiträge über Nachwuchs, Persönlichkeiten, Weiterbildung und Ehrungen im Bereich Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen enthalten. Die Kosten von rund 300'000 Franken sollen vollumfänglich von den Mitgliedern mit einer Erhöhung des Mitgliederbeitrages um 20 Franken gedeckt werden.

Michel Huser komponierte rund 40 Jodellieder

Zu den Geehrten gehörte auch ein Urner. Der 1942 in Seelisberg geborene und heute in Erstfeld wohnhafte Michel Huser erhielt die Freimitgliedschaft des EJV. Huser wurde für seine ausserordentlichen Leistungen als Alphornbläser, Jodler, Dirigent, Komponist und Jurymitglied geehrt. Bereits 1968 war er dem Zentralschweizer Jodlerverband (ZSJV) beigetreten und übernahm schon bald Aufgaben als Obmann im Alphornblasen oder als Juror an Jodlerfesten. 1992 erhielt er die Ehrenmitgliedschaft des ZSJV. Huser nahm an 51 Jodlerfesten aktiv teil, leitete Blasmusikkapellen, gemischte Kirchen- und Jodelchöre, Musikkapellen und Kleinformationen. Er komponierte bis heute rund 40 Jodellieder und 30 Alphornmelodien und Ländlermusikstücke. Huser erhielt die Freimitgliedschaft des EJV neben Ueli Kämpfer, Amadé Leiggner und Antje Burri-Escher.

Das begehrte Stuker-Legat wurde dem Sarner Peter Portmann überreicht. Die Präsidentin des EJV, Karin Niederberger, gedachte auch der Geehrten, welche ausserhalb der DV für Aufsehen sorgten. Erstmals vergab der EJV an der DV auch einen Nachwuchsförderpreis. Er ging an Stefan Segmüller vom Nordostschweizerischen Jodlerverband für seine grossen Verdienste im Bereich Kinderchor. Der Wanderpreis in Form eines Kristalles wurde vom Kanton Graubünden gestiftet.

EJV erzielt namhaften Gewinn

Die Versammlung ging im üblichen Rahmen über die Bühne. Sie begann mit einheimischen Klängen der Alphornbläservereinigung und dem Gesamtchor aller Delegierten und Gäste, den üblichen Begrüssungen der befreundeten Verbände und einer reich gefüllten Traktandenliste.

Erfreulich waren die Finanzen. Der Kassier konnte dank eines grossartigen Jodlerfestes in Brig einen namhaften Gewinn bekannt geben. Wahlen standen für einmal nicht auf der Traktandenliste.

Carlo Conti machte die Anwesenden auf das nächste grosse Jodlerfest in Basel unter dem Motto «Stadt und Land mitenand» aufmerksam. Die drei schönsten Tage würden dann auf den Sommer verschoben, meinte er. Zur Auflockerung der langen Versammlung gab die deutsche Journalistin und Autorin Anitra Eggler nach der Mittagspause einen eindrücklichen Einblick in ihr Buch «Mail halten» oder die Entwicklung des «homo sapiens» zum «homo digitalis».

Das übernächste Eidgenössische Jodlerfest übergaben die Delegierten der Zentralschweiz. Noch nicht bekannt ist der Durchführungsort. Die nächste DV findet in Münsingen statt.

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