MIGRATION: Uri nimmt heimatlose Palästinenser auf

Sieben palästinensische Flüchtlingsfamilien lassen sich in Uri nieder. Der Kanton erhält für jeden von ihnen rund 1500 Franken pro Monat.

Franziska Herger
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Sieben palästinensisch-syrische Frauen und neun Kinder sollen in Uri ein neues Leben beginnen. (Bild: EPA / Tolga Bozoglu)

Sieben palästinensisch-syrische Frauen und neun Kinder sollen in Uri ein neues Leben beginnen. (Bild: EPA / Tolga Bozoglu)

Gestern Dienstag sind 24 palästinensische Flüchtlinge aus Syrien in der Schweiz eingetroffen. In Uri sollen sie eine neue Heimat finden, wie es in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Migration (BFM) heisst. Noch halten sich die Familien rund zwei Wochen lang in einem Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des Bundes auf. Dann werden sie in Uri weiter betreut. Wann genau die Flüchtlinge in Uri eintreffen, und wo sie untergebracht werden, wollte Werner Danioth, Vorsteher des zuständigen Amt für Soziales des Kantons, gestern auf Anfrage unserer Zeitung nicht sagen. «Es geht darum, diese Familien zu schützen», sagte Danioth deutlich.

Spezielles Integrationsprogramm

Die sieben Familien waren ursprünglich von Palästina über den Irak nach Syrien geflohen. Dort konnten sie aufgrund der jüngsten blutigen Konflikte nicht länger bleiben. Nun sind sie Teil eines Kontingents von insgesamt 500 Personen, welche die Schweiz im Rahmen eines dreijährigen Pilotprojekts aufnehmen will. Mit Hilfe eines Integrationsprogramms soll den Flüchtlingen ermöglicht werden, in der Schweiz eine Arbeit zu finden. Dafür erhält der Kanton vom Bund monatlich rund 1500 Franken pro Person.