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Mirjam Würsten holt Staffel-Gold

An der Junioren-EM in Bulgarien gewann Mirjam Würsten in der Staffel mit Alina Niggli und Sanna Hotz Gold. Mit der zweitbesten Übergabe legte sie als Startläuferin den Grundstein zu diesem Erfolg.
Alexandra Gisler
Sanna Hotz, Mirjam Würsten und Alina Niggli schafften es an der Junioren-EM in Bulgarien zuoberst aufs Podest. (Bild: PD)

Sanna Hotz, Mirjam Würsten und Alina Niggli schafften es an der Junioren-EM in Bulgarien zuoberst aufs Podest. (Bild: PD)

Orientierungslaufen ist das Grösste für Mirjam Würsten aus Schattdorf. Als jüngstes von vier Kindern nimmt sie mit ihrer Familie seit früher Kindheit regelmässig an Orientierungsläufen teil. Genauso regelmässig reihen sich die Erfolge auf regionaler und bald auch auf nationaler Ebene aneinander.

Ihr letzter Grosserfolg in diesem Jahr war der Sieg an der Schweizermeisterschaft im Sprint-OL im Tessin. Damit qualifizierte sie sich für die Junioren Europameisterschaften im bulgarischen Veliko Tarnovo, welche vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 stattfanden.

Erfahrungen sammeln steht im Vordergrund

Für Mirjam Würsten ist es das erste Mal, dass sie an internationalen Titelkämpfen teilnimmt. Sie ist aber längst nicht alleine. Mit ihr reisen bis auf 5 Athletinnen und Athleten, weitere international noch unerfahrene Junioren-Orientierungsläufer, mit. So formuliert denn auch die Schweizer Delegationsleiterin Mirjam Pfister keine ranggebundenen Ziele. «Das positive Teamerlebnis und internationale Erfahrungen zu sammeln stehen im Vordergrund», sagt sie.

Gleich an ihrem ersten Einsatz im Sprint, welcher am 29. 6. mitten auf der verwinkelten Burg Tsarevets stattfand, sorgte sie mit Rang 12 und einem Rückstand von 1:04 für ein gutes Resultat.

Tags darauf wurde im Waldstück Miikovtsi südlich von Veliko Tarnovo die Langdistanz ausgetragen. Im schwierigen Gelände des dicht bewachsenen und mehrheitlich grün kartierten Gebietes beendete Mirjam Würsten ihren Lauf als 27.

Staffel entwickelte sich zu hektischem Wettkampf

Als Abschluss und zum Höhepunkt der Junioren-Europameisterschaften wurde die Staffel. Sie entwickelte sich zu einem hektischen Wettkampf. Alle vier Kategorien (D 16, D 18, H 16 und H 18) starteten nahe aufeinander. Ebenso zu einem unübersichtlichen Rennverlauf trugen die kurzen Strecken inklusive Schlussschlaufe bei.

Alina Niggli, die Schlussläuferin der D 16-Staffel, war sich beim Zieleinlauf nicht bewusst, dass sie soeben die Goldmedaille mit viereinhalb Minuten Vorsprung eingefahren hatte.

Den Grundstein zu diesem Erfolg in Bulgarien legte jedoch Startläuferin Mirjam Würsten. So berichtete sie, dass sie weitgehend einen Sololauf absolviert habe. Die Bahnen waren sehr stark gegabelt – als Folge gab es grosse Abstände. «Erst durch die Trainer erfuhr ich, dass ich als zweite übergeben hatte», sagte Würsten. Ideal für Sanna Hotz, die ruhig ihren Lauf durchzog und das tolle Resultat halten konnte.

Die momentan stärkste D 16-Läuferin Alina Niggli sorgte dafür, dass aus einem «zufriedenstellenden Resultat» ein Goldlauf wurde. Einer Machtdemonstration gleich, machte die Nichte von Simone Niggli den eineinhalbminütigen Rückstand wett und beendete letztendlich ihren Lauf mit einem Vorsprung von viereinhalb Minuten auf die Konkurrenz.

Für Mirjam Würsten kehrt nach dem Erfolg an der Junioren-EM in Bulgarien wieder der Alltag ein. In den nächsten zwei Wochen absolviert die Gymnasiastin den zweiten Teil ihres Französisch-Stages in der Westschweiz. Wie könnte es anders sein – bei einer OL-Familie.

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