Mönch kommentiert frivole Szenen

Das Haus für Kunst Uri stellt momentan nicht nur jugendfreie Werke aus. Das hielt den keuschen Abt von Engelberg nicht davon ab, sie genauer zu betrachten.

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Abt Christian Meyer vom Kloster Engelberg besuchte die Ausstellung im Haus für Kunst Uri, hier im Gespräch mit Lotti Etter. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Abt Christian Meyer vom Kloster Engelberg besuchte die Ausstellung im Haus für Kunst Uri, hier im Gespräch mit Lotti Etter. (Bild: Urs Hanhart/Neue UZ)

Figuren in frivolen Stellungen, Darstellungen von nackten Frauen und mittendrin der Abt von Engelberg: Am Donnerstagabend führte der fromme Benediktinermönch Christian Meyer zusammen mit Kunstvermittlerin Lotti Etter Interessierte durch die neue Ausstellung im Haus für Kunst Uri in Altdorf – ein Anlass in der Reihe «Kunstbegegnung mit dem besonderen Blick».

Regelmässig laden die Verantwortlichen des Hauses für Kunst Persönlichkeiten ein, die sich nicht unbedingt in der Kunstszene auskennen, dafür umso mehr in der Thematik der Ausstellung. Das Oberthema der aktuellen Ausstellung «Viel Lärm um alles» heisst Barock.

Wer nun aber geglaubt hatte, Abt Christian Meyer werde sich vor lauter frivolen Darstellungen brüskieren, wurde enttäuscht. Der 44-jährige Mönch zeigte sich nicht einmal gross beeindruckt von der Darstellung einer Sexparty, die der Amerikaner Terry Rodgers gemalt hatte.

Was den Abt aber schockierte, waren die Bilder, die Endzeitstimmungen darstellen. Vor allem das schwarz-weisse Gemälde von Monica Ursina Jäger, das an «Ground Zero» erinnert.

Elias Bricker

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