MORD: Ali Sebti «wie vom Erdboden verschluckt»

Vom mutmasslichen Doppelmörder Ali Sebti fehlt jede Spur. Verhörrichter Thomas Imholz über Hinweise, Mutmassungen und Chancen.

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Noch immer auf freiem Fuss: Ali Sebti

Noch immer auf freiem Fuss: Ali Sebti

Thomas Imholz, was macht eigentlich der Fall Ali Sebti?
Thomas Imholz: Der Mann ist noch immer international zur Verhaftung ausgeschrieben.

Gibt es neue Anhaltspunkte?
Imholz: Leider nicht. Wir sind immer noch auf dem gleichen Stand wie im Jahr 2007, als Sebti nach der vorübergehenden Festnahme in Karlsruhe wieder untertauchen konnte.

Sie haben in den vergangenen Jahren also keine nützlichen Hinweise mehr erhalten?
Imholz: Gar keine. Auch über Sebtis Identität wissen wir inzwischen nicht mehr. Wir müssen abwarten und hoffen. Wenn es relevante Neuigkeiten zum Fall gibt, werden wir die Medien sofort informieren.

Keine Anhaltspunkte, keine Hinweise: Muss man annehmen, dass Sebti gedeckt wird?
Imholz: Das wäre eine reine Mutmassung. Es gibt etliche Möglichkeiten, abzutauchen.

Eine Möglichkeit wäre, dass er zurück in seiner Heimat Algerien ist und dort unter dem Schutz seines Umfelds steht.
Imholz: Das könnte sein. Tatsache ist, dass er wie vom Erdboden verschluckt ist.

Wie gross sind die Chancen, Sebti doch noch zu schnappen?
Imholz: Sie sind unverändert intakt. Sobald er kriminell tätig wird, steigen die Chancen rapide. Schon eine Polizeikontrolle kann reichen. Dazu braucht es aber auch ein bisschen Glück.

Sven Aregger

Das ausführliche Interview lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.