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Mordprozess geht in die zweite Runde

2010 ist in Erstfeld eine Frau niedergeschossen und schwer verletzt worden. Am Mittwoch beginnt vor dem Obergericht Uri der Prozess gegen den Ex-Mann des Opfers. Dieser war in erster Instanz wegen Mordversuchs zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Szene aus dem Prozess gegen Ignaz W. im Oktober 2012 im Urner Landgericht in Altdorf: zu sehen sind (von links) der Verteidiger, der Angeklagte Ignaz W. und eine Zeugin. (Bild: Illustration Aleksandra Mladenovic)

Szene aus dem Prozess gegen Ignaz W. im Oktober 2012 im Urner Landgericht in Altdorf: zu sehen sind (von links) der Verteidiger, der Angeklagte Ignaz W. und eine Zeugin. (Bild: Illustration Aleksandra Mladenovic)

Die Frau war am 12. November 2010 kurz nach Mitternacht auf dem Heimweg, als mit einer Pistole auf sie geschossen wurde. Sie wurde schwer verletzt, überlebte jedoch.

Kurz nach der Tat verhaftete die Polizei den damaligen Ehemann des Opfers, einen Barbetreiber aus Erstfeld. Einen Monat später wurde ein mutmasslicher Komplize festgenommen.

Komplizen mit Mord beauftragt

Im Oktober 2012 verurteilte das Urner Landgericht die beiden Männer zu Freiheitsstrafen von zehn respektive achteinhalb Jahren. Das Gericht war wie die Staatsanwaltschaft davon überzeugt, dass der Barbesitzer den Komplizen beauftragt hatte, seine Frau zu töten, und verurteilte die beiden wegen versuchten Mordes in Mittäterschaft.

Als Tatmotiv sah das Gericht beim Barbetreiber den Kampf um das Sorge- und Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn sowie den Zugriff auf ein Erbe. Dem Komplizen, der Schulden gehabt habe, sei es ums Geld gegangen.

Die Staatsanwaltschaft hatte deutlich höhere Strafen von 15 Jahren für den Barbetreiber und von zwölfeinhalb Jahren für den Komplizen gefordert. Die Verteidiger forderten Freisprüche.

Appellation zurückgezogen

Beide Urteile wurden angefochten. Der Komplize zog wenige Tage vor der Berufungsverhandlung seine Appellation zurück, wobei sein Anwalt betonte, dass dies kein Schuldeingeständnis sei. Die Verurteilung zu einer achteinhalbjährigen Haftstrafe ist somit rechtsgültig.

Vor dem Obergericht verantworten wird sich nur der mutmassliche Haupttäter. Beim ersten Prozess hatte die Verteidigung erklärt, es fehle das Motiv für einen Mordversuch. Sie vermutete, das Opfer könnte den Anschlag inszeniert haben, um den Gatten los zu werden.

Verhandelt wird auch ein Vorfall vom Januar 2010, als in Erstfeld auf einen Barbesucher geschossen wurde, der aber unverletzt blieb. In beiden Fällen war dieselbe Pistole verwendet worden.

sda

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