Mountainbike
Linda Indergand fährt aufs Podest

Am Wochenende ist die deutsche Mountainbike Bundesliga mit zwei Rennen in die Saison 2021 gestartet. Linda Indergand ersprintete beim Shortrace in Krumbach den 3. Platz.

Josef Mulle
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Organisatoren, die in dieser schwierigen Zeit Rennen durchführen können, dürfen sich jeweils auf gut besetzte Starterfelder freuen. So hatten sich zu den ersten Cross-Country-Rennen der Bundesliga auch die amtierende Weltmeisterin Pauline Ferrand-Prevot (Absolute Absalon-BMC), und Weltmeister Jordan Sarrou (Specialized Racing Team) in die Startliste eingetragen. Ihnen erwuchs Konkurrenz aus vielen Weltcup-Teams, die ebenfalls ihre besten Athletinnen und Athleten nach Deutschland delegiert hatten.

Linda Indergand erfreut sich bereits einer guten Form.

Linda Indergand erfreut sich bereits einer guten Form.

Bild: PD

Gestartet wurde am vergangenen Samstag zu einem Shortrace, ausgetragen beim Schloss und Stadtpark von Krumbach im bayrischen Schwaben. Im Finalrennen der Herren mussten 14 Runden gefahren werden, wobei überraschend der Schweizer Filippo Colombo als erster die Ziellinie überquerte vor Simon Andreassen, und Titouan Carod, der ebenfalls wie Colombo dem Team Absolute Absalon-BMC angehört. Der amtierende Weltmeister Jordan Sarrou, Specialized Racing Team, musste sich mit dem 5. Platz begnügen. Auch bei den Frauen überraschte die Niederländerin Anne Terpstra, Ghost Factory Racing, ihre Konkurrenz und gewann vor ihrer Landsfrau Anne Tauber. Die Urnerin Linda Indergand, Liv Factory Racing Team, zeigte einen überzeugenden Wettkampf und war immer im Spitzenpulk der Siegfahrerinnen vertreten. Sie ersprintete sich im Finale hinter den beiden Holländerinnen, aber noch vor der amtierenden Weltmeisterin Pauline Ferrand Prevot, den 3. Platz.

Spitzenresultat auch im Cross-Country

Am Sonntag war Obergessertshausen Schauplatz der zweiten Veranstaltung im Rahmen der Mountainbike Bundesliga – ein Cross-Country-Rennen, das aber durch die schwierigen äusseren Bedingungen eher zu einem Querrennen mutierte. Bei den Frauen kam die Dänin Caroline Bohé, Ghost Factory Racing, am besten mit den Verhältnissen zu recht und setzte sich in der letzten Runde gegen ihre neue Schweizer Teamkollegin Nicole Koller sicher durch. Linda Indergand bekannt als brillante Technikerin, musste ebenfalls viele Laufpartien in Kauf nehmen, eroberte aber dennoch den 7. Platz. Mit der Weltmeisterin Ferrant Prevot, der sie diesmal den Vortritt lassen musste, fand sie sich aber in aller bester Gesellschaft. «Mit der Bundesliga Ausbeute bin ich natürlich sehr zufrieden, obwohl uns am Sonntag die Verhältnisse zu sehr viel Laufarbeit zwangen», bilanzierte die Urner Spitzenbikerin nach dem Rennen.

Im Feld der Herren, das vom Dänen Sebastian Carstensen Fini gemeistert wurde, mühte sich auch Fabio Püntener, Team Solothurn, mit den prekären Verhältnissen ab. Die Umstellung von den Strassenrennen in Kroatien in den Schlamm von Obergessertshausen glückte nicht optimal, sein Kampfgeist brachte ihn dennoch auf den 21. Platz in dem grossen und prominent besetzten Feld der Herren-Elite.