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MOUNTAINBIKE: Linda Indergand gewinnt EM-Silber

Der Jubel ist gross: Mit einem ausgezeichneten Wettkampf wird die 24-Jährige in Italien Vize-Europameisterin. Während ihr Bruder Reto den 19. Rang belegt, widerfährt Junior Fabio Püntener mit einem Kettenriss viel Pech.
Josef Mulle
Im Frauenrennen schnappt sich die starke Linda Indergand den Vize-Europameistertitel. (Bild: Roland Jauch (Darfo Boario Terme, 30. Juli 2017))

Im Frauenrennen schnappt sich die starke Linda Indergand den Vize-Europameistertitel. (Bild: Roland Jauch (Darfo Boario Terme, 30. Juli 2017))

Josef Mulle

redaktion@urnerzeitung.ch

Der EM-Parcours in Darfo Boario Terme, Italien, gab im Vorfeld viel zu reden. Auf einer der «schwierigsten Strecken» – so der Originalton der meisten Cracks, aber auch der Nationaltrainer –, die dann nachweislich auch sehr ­viele Sturzopfer forderte, zeigte Linda Indergand eine geradezu grossartige Leistung. «Meine Begeisterung für diesen Parcours hielt sich ebenfalls in sehr engen Grenzen, da der lange und steile Anstieg kurz nach dem Start mit meinen Fähigkeiten nicht unbedingt kooperierte», meinte die Schweizer Medaillenhoffnung.

Dennoch legte Indergand im Rennen wie gewohnt einen Blitzstart hin und konnte sich von Beginn weg in der Spitze etablieren. In der Schlussrunde profitierte sie von einem Defekt der zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten Französin Pauline Ferrand-Prévot und erbte somit den zweiten Rang. Bronze ging an die 44-jährige norwegische Altmeisterin Gunn-Rita Dahle Flesjaa. Überlegene Europameisterin wurde Jana Belomoina, Ukraine, die damit in die Fussstapfen der Schweizerin Jolanda Neff tritt, welche das Rennen wegen Rückenschmerzen aufgeben musste (Resultate siehe Sport, Seite 28). Die 24-Jährige Linda Indergand sicherte der Schweiz eine weitere Medaille an diesen erfolgreichen Europameisterschaften und wurde vom Team und ihrer grossen Fangemeinde gebührend gefeiert.

Totaler Triumph der Schweizer

«Nach den Weltmeistertiteln als Juniorin und U23-Fahrerin ist ­diese Silbermedaille natürlich der grösste Erfolg in meiner bisherigen Karriere als Elitefahrerin, und das macht mich natürlich stolz», meinte eine freudestrahlende Vize-Europameisterin nach der Siegerehrung. Dem imposanten Medaillenspiegel mit drei Gold- und drei Silbermedaillen nach dem Frauenrennen fügte der Schweizer Florian Vogel mit seinem Sieg bei den Elite Herren eine weitere Goldene dazu. Mit sieben Medaillen war die Schweizer Equipe auch die überlegene Nation vor Frankreich mit vier und Italien mit drei gewonnenen Medaillen. Florian Vogel gewann das Hauptrennen der Herren vor Julian Absalon, Frankreich, und dem Deutschen Manuel Fumic.

Der Wettkampf von Reto Indergand, dem dritten Urner im Einsatz in der Lombardei, war ein Spiegelbild der in dieser Saison gezeigten Leistungen. Er absolvierte regelmässige Runden, ohne aber ganz an die Spitze vordringen zu können. «Mit meiner Leistung bin ich so weit zufrieden, kam ich doch unbeschadet über die Runden, auf dieser Strecke keine Selbstverständlichkeit.» Trotz der Hitze habe er glücklicherweise keinen Einbruch gehabt, was ihn für die kommenden Rennen zuversichtlich stimme, so die Analyse von Reto Indergand kurz nach dem Rennen. Er belegte in der Endabrechnung den 19. Platz.

«Glück und Pech sind eng zusammen»

Mit vielen berechtigten Vorschusslorbeeren reiste Fabio Püntener zu seinen ersten Europameisterschaften als Junior in das in der Lombardei gelegene Dorf Darfo Boario Terme. Die grosse Urner Nachwuchshoffnung startete ausgezeichnet und kam bereits an zwölfter Stelle aus der Startrunde zurück.

In der Folge verbesserte er in einem begeisternden Rennen seine Position bis auf Platz fünf und schien sogar einen Podestplatz anzusteuern. Dieses Unterfangen vereitelte ihm in einer ersten Phase ein Mitkonkurrent, der vor ihm stürzte und Püntener zu einer Aufholjagd zwang. Bereits wieder an achter Stelle fahrend, liess ein Kettenriss dann endgültig alle Medaillenträume platzen, sogar der angestrebte Top-Ten-Platz ging verloren. «Glück und Pech sind halt auch bei unserer Sportart eng zusammen. Gegenüber etlichen Konkurrenten, die zum Teil gravierende Verletzungen davontrugen, bin ich mit dem Materialschaden noch gut weggekommen.» Püntener meinte, dass er sich über den verpassten Platz unter den zehn Besten nicht beklagen dürfe.

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