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MOUNTAINBIKE: Urner Biker schlägt Olympiasieger

Der Urner Reto Indergand und sein Teamkamerad Lukas Flückiger gewinnen das Swiss Epic 2016 – und damit die «Tour de Suisse der Biker».
Josef Mulle
Reto Indergand (vorne) und Lukas Flückiger (Mitte) werden vom Team Käss/Geismayr verfolgt.Bild: Marius Maasewerd

Reto Indergand (vorne) und Lukas Flückiger (Mitte) werden vom Team Käss/Geismayr verfolgt.Bild: Marius Maasewerd

Das Mountainbike-Team Lukas Flückiger und Reto Indergand erringt beim Swiss Epic 2016 den Sieg (vergleiche «Zentralschweiz am Sonntag» vom 18. September). Die beiden dominierten von Beginn weg: Mit einem Paukenschlag startete das BMC-Mountainbike-Team in die diesjährige Ausgabe des Mehretappenrennens Swiss Epic: Lukas Flückiger und der Urner Reto Indergand brauchten für den Prolog über 26 Kilometer nur gerade 51 Minuten und 39 Sekunden. Damit standen sie als klare Sieger fest.

Nach dem Auftakt folgten insgesamt fünf Etappen, ehe das Siegerteam feststand. Bereits das erste Teilstück hatte es gewaltig in sich: Mit einer Strecke von gesamthaft 95 Kilometern und einem Höhenunterschied von 2900 Metern war diese Etappe die längste des gesamten Rennens. Das BMC-Duo harmo­nierte auch bei dieser Prüfung hervorragend, und Flückiger/Indergand liessen sich nach dem Vortag wiederum als Sieger feiern. «Im Leadertrikot ein Rennen zu gewinnen, ist natürlich das höchste der Gefühle und für mich persönlich einer der schönsten Siege überhaupt», jubelte der Urner Reto Indergand nach der Zieldurchfahrt.

Auch im Zeitfahren nicht geschlagen

Den beiden Dominatoren am nächsten kamen die Zweitklassierten vom Vorjahr, Daniel Geismayr (A) und Jochen Käss (D). Auch das Scott-Odlo-Team mit Olympiasieger Nino Schurter und Matthias Stirnemann meldete mit dem 5. Platz seine Ambitionen an. Die furios gestarteten Flückiger/Indergand brachten das Kunststück fertig, auch das Teamzeitfahren am dritten Renntag zu gewinnen. Die Strecke führte dabei von Leukerbad hinunter ins Rhonetal und auf Umwegen wieder zurück zur Startdestination. Auf der Zielgeraden überspurteten die entfesselten BMC-Fahrer die zwei Minuten vor ihnen gestarteten Geismayr/Käss. Das nächste Teilstück von Swiss Epic, angepriesen als Königsetappe, wurde von fast allen Teams als die Etappe des Leidens empfunden. Zurückzulegen waren 91 Kilometer, gespickt mit 3000 Höhenmetern. Die Schiebepassage auf dem spektakulären und ausgesetzten Felsenweg, dazu der längste Aufstieg des ganzen Rennens – 1,7 Kilometer auf den Croix de Coeur –, verlangte den Fahrern und ihrem Material alles ab. Endlich gelang auch den grossen Tourfavoriten, Nino Schurter und Matthias Stirnemann, im Tagesklassement der Vorstoss an die Spitze. Reto Indergand büsste zusammen mit seinem Partner Flückiger rund 2 Minuten auf die Sieger ein. Die beiden konnten aber das Leadertrikot der Gesamtführenden verteidigen.

Olympiasieger Schurter landete auf Rang 3

Mit einem weiteren Sieg in der vierten Etappe und dem dritten Platz im Final konnte das BMC-Team schliesslich die diesjährige Swiss Epic für sich entscheiden. «Der Sieg kam für uns sehr überraschend», so Flückiger nach dem Rennen. Und weiter: «Wir sind ohne grosse Erwartungen hierhergekommen, waren dann aber plötzlich konstant vorne dabei. Ein grosses Kompliment an meinen Teamkameraden Reto Indergand, der grossartig kämpfte und in den Abfahrten eine unheimliche Pace vorlegen konnte.»

Nach der Siegerehrung fand ein überglücklicher Reto Indergand klare Worte: «Für mich ging ein Bubentraum in Erfüllung. Das Swiss Epic ist die ‹Tour de Suisse der Mountainbiker› und hat einen sehr hohen Stellenwert. Es ist etwas sehr Besonderes, wenn man sich dort in die Siegerliste eintragen darf.» Hinter Reto Indergand und Lukas Flückiger belegten die grossen Favoriten Jochen Käss und Daniel Geissmayr den 2. Rang. Auf Platz 3 folgen Nino Schurter und Mathias Stirne­­mann.

Das Team ist durch Zufall entstanden

Swiss Epic – das sechstägige Mountainbike-Etappenrennen mit dem höchsten UCI-Status – wurde am Montag, 12. September, in Zermatt gestartet. Das Teilnehmerfeld, zusammengesetzt mit Weltklasseathleten und ambitionierten Amateuren aus insgesamt 25 Nationen, fährt dabei in fünf Etappen von Zermatt über Leukerbad bis nach Verbier.

In Zweierteams absolvierten die Sportler eine Strecke von insgesamt rund 360 Kilometern und legten dabei über 12 500 Höhenmeter zurück. Mit am Start war das Team Indergand/Flückiger. Doch so geplant war es anfänglich nicht, denn Reto Indergand wollte eigentlich mit Martin Fanger, seinem früheren Partner, das Swiss Epic zu bestreiten. Als sich dann Lars Forster an den Olympischen Spielen in Rio verletzte, entschied sich die Teamleitung für die Paarung Flückiger/Indergand.

jm

Josef Mulleredaktion@urnerzeitung.ch

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