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Müller-Drossaarts quirlige Sprache begeistert

Im Mai hat Hanspeter Müller-Drossaart seinen Gedichtband «gredi üüfe» in Urner Mundart herausgegeben, nun stand er Ruedi Bomatter beim «Greedi üüsä»-Talk Red und Antwort.
Georg Epp
Hanspeter Müller-Dossaart (links) war bei Ruedi Bomatter zu Gast. (Bild: Georg Epp, Altdorf, 7. September 2018)

Hanspeter Müller-Dossaart (links) war bei Ruedi Bomatter zu Gast. (Bild: Georg Epp, Altdorf, 7. September 2018)

Talkmaster Ruedi Bomatter freute sich am Freitag, zahlreiche Besucher zum 7. traditionellen Urner Gesellschaftsabend «Greedi üüsä» im Theater Uri zu begrüssen.

Im Nachwort zu seinem neuen Gedichtband «gredi üüfe» beschrieb Peter von Matt den Talkgast wie folgt: «Hanspeter Müller-Drossaart ist heute eine der markantesten Stimmen unter den Mundartlyrikern der Schweiz. Man liest ihn mit hohem Vergnügen und stellt auf einmal fest, dass man über ein paar Zeilen in ein langes Nachdenken geraten ist. Sein unbändiger Witz ist die Kehrseite einer schwermütigen Weisheit.»

Er pflegt seine Urner und Obwaldner Wurzeln

Bomatter streifte in kurzen Worten seine grosse Vielseitigkeit als Schauspieler, Dichter, Buchautor, Kabarettist und Lyriker. Über sich selber sagt Müller-Dossaart: «Meine Quirligkeit ist mein Grundmotor gegen den Stillstand.» Schnell kamen die Besucher in den Genuss seiner Sprachgewandtheit und Humor, in Urner- und Obwaldnerdialekt, auf Hochdeutsch, Französisch und so weiter.

Der 63-jährige Müller-Drossaart ist in Sarnen geboren, besuchte die Schule in Erstfeld und erlernte das perfekte Bühnendeutsch nach dem Sarner Gymnasium in der Schauspiel-Akademie Zürich.

Auf die Frage, ob er mehr Urner oder Obwaldner sei, antwortete er nicht klar, «äs chund drüf a, wo ich bi!» Klar ist, dass er zurzeit in Dietikon lebt, den Urnerdialekt bevorzugt und ab und zu die Urner Berge und den Föhn vermisst. «Der Urnerdialekt ist einmalig, mit dem Dialekt und dem entsprechenden Tonfall kann mit wenigen Worten unglaublich viel weitergegeben werden», meinte er.

Müller-Drossaart trennt Beruf und Privatleben

Für ihn sei wichtig, dass Beruf und Privatleben getrennt würden, sagte Müller-Drossaart. Vielleicht ist deshalb wenig bekannt über sein Privatleben. Er ist zum zweiten Male verheiratet und hat einen zwölfjährigen Sohn und eine achtjährige Tochter.

Passende Musik zu Ruedi Bomatters Gesellschaftsabend «Greedi üüsä» im Foyer des Theaters Uri lieferte das Trio Monsieur soussol et ses Amis.

Hinweis

Ab 12. Oktober ist Müller-Drossaart mit seinem neuen Gedichtband «gredi üüfe» auf Lesetour, zuerst in Isenthal, am 26. Oktober in Andermatt, am 28. Oktober in Amsteg und am 4. November in Unterschächen.

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