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Frauen-Duo leitet neu die «Alpentöne»

Graziella Contratto und Barbara Betschart teilen sich die künstlerische Leitung des Musikfestivals, das alle zwei Jahre in Altdorf stattfindet.
Markus Zwyssig
«Alpentöne»-Geschäftsführer Pius Knüsel mit Graziella Contratto (links) und Barbara Betschart. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 28. Oktober 2019)

«Alpentöne»-Geschäftsführer Pius Knüsel mit Graziella Contratto (links) und Barbara Betschart. (Bild: Markus Zwyssig, Altdorf, 28. Oktober 2019)

Mit Barbara Betschart und Graziella Contratto ist das Musikfestival Alpentöne erstmals in weiblicher Hand. Der Gemeinderat Altdorf hat die beiden 53-jährigen Schwyzerinnen als Nachfolgerinnen von Johannes Rühl gewählt, der im Sommer nach 12-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als künstlerischer Leiter zurückgetreten ist.

Breites Spektrum: Von der Klassik, über Zeitgenössisches bis zur Volksmusik

Die beiden Musikerinnen, Performerinnen und Kuratorinnen sind seit über 40 Jahren befreundet und bringen nebst künstlerisch-musikalischen auch zahlreiche Erfahrungen als Musikvermittlerinnen in die künstlerische Leitung ein. Während Graziella Contratto als Dirigentin, festivalerprobte Dramaturgin und Leiterin der Musik an der Hochschule der Künste Bern HKB vor allem die Klassik und zeitgenössische Musik beisteuert, ist die Geigerin Barbara Betschart als frühere Leiterin der Musikschule Uri und jetzige Geschäftsführerin des Roothuus Gonten insbesondere im Bereich der Volksmusik eine Kennerin der Musik- und Forschungsszene.

Die beiden Co-Leiterinnen bringen ein komplementäres Netzwerk nach Altdorf, das sich vom Volksmusikgut des Mittelalters über die Neue Volksmusik bis hin zu experimentellen Spielformen alpiner Kultur ausdehnt. «Beide Musikerinnen sind dank ihrer Herkunft der reichen Innerschweizer Regionalkultur verbunden und denken gleichzeitig in kulturellen Konzepten, die Volksmusik des Alpenraums und darüber hinaus einbeziehen», sagte Geschäftsführer Pius Knüsel am Montagmorgen vor den Medien.

Ein zentrales Anliegen ist beiden Leiterinnen zudem das Urner Publikum und die treuen Gäste des Festivals. «Wir wollen die Urner noch ein bisschen stärker verankern und nicht nur auf der Publikumsseite», so Contratto. Beliebte Formate sollen am Festival beibehalten bleiben. Nebst dem Bewährten soll es aber auch Neues geben, versprach sie. «Wir brauchen aber noch ein bisschen Zeit, bis wir konkretes dazu sagen können», so Betschart.

Zwei-Jahres-Rhythmus soll bleiben

Für die künstlerische Leitung des «Alpentöne»-Festivals seien insgesamt acht ernsthafte Bewerbungen eingegangen, so Pius Knüsel. Der Geschäftsführer des Festivals sprach von einem Glücksfall: «Zwei ausgewiesen Kennerinnen der aktuellen Musik zwischen Volksmusik und Klassik, zwei Innerschweizerinnen, zwei Innovatorinen, zwei passionierte Musikvermittlerinen – mehr konnte sich das Festival von seiner neuen künstlerischen Leitung nicht erhoffen.»

«Eigentlich müssten wir beim Festival auf den Jahres-Rhythmus umstellen, wenn wir nur schon einen Zehntel der Ideen der beiden neuen Co-Leiterinnen umsetzen möchten», meinte er mit einem Schmunzeln. Trotzdem aber soll gemäss Knüsel diesbezüglich alles beim Alten bleiben. «Bei einem Budgetrahmen von 600'000 Franken hat sich ein Zwei-Jahres-Rhythmus bewährt.» 250'000 Franken werden von der öffentlichen Hand und ebensoviel von Stiftungen beigesteuert. 100'000 Franken werden durch Eintrittspreise und Gönnerbeiträge eingenommen.

Sebastian Züst, der im Altdorfer Gemeinderat das Ressort Kultur betreut, freut sich über die getroffene Wahl. Bereits heute ist er gespannt auf das nächste «Alpentöne»-Festival, das 2021 stattfinden wird.

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