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Altdorfer «Alpentöne» brechen mit Klischees

Altdorf wird an vier Tagen zum Zentrum alpiner, zeitgenössischer Musik. Einen speziellen Auftritt wird beim diesjährigen internationalen Musikfestival Alpentöne der österreichische Performer und Musiker Simon Mayer haben.
Philipp Zurfluh
Der österreichische Performer und Musiker Simon Mayer tritt am ersten Festivalabend in Altdorf auf. (Bild: Florian Rainer)

Der österreichische Performer und Musiker Simon Mayer tritt am ersten Festivalabend in Altdorf auf. (Bild: Florian Rainer)

«Alpentöne», das internationale Musikfestival im Herzen der Alpen findet bereits zum elften Mal statt. Ein Markenzeichen des Festivals, das vom 15. bis 18. August über die Bühne geht, wird auch diesmal sein Reichtum an Entdeckungen sein. «Alpentöne» bricht mit den Klischees alpiner Klangvorstellungen. «Das diesjährige Musikfestival wird abermals als innovativ und erfrischend in Erinnerung bleiben», heisst es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung.

Eigene Musiklandschaften werden kreiert

Eröffnet wird «Alpentöne» durch das «Love Tree Ensemble». Zwölf Spitzenmusiker lassen das musikalische Erbe des europäischen Kulturraums erklingen. Auch die Jazzmusiker Matthias Schriefl, Sarah Buechi, Markus Stockhausen, David Helbock und zum Finale Erika Stucky mit der Blaskapelle Traktorkestar durchmischen alpine Musik mit modernen Einflüssen und kreieren so ganz eigene Musik-Landschaften.

Musik, die sich an den Alpen labt und reibt

Überhaupt bewegen sich viele Konzerte in alpinen Zwischengebieten: Marianne Racines StimmFolk, Scheiny’s All Star Yiddish Revue, Andi Gabriel, Madame Baheux, Albin Brun, Building Bridges oder das junge Duo Bottasso wie auch Mario Batkovic komponieren und spielen Musik, die sich stark an den Alpen und ihren Konnotationen labt und reibt.

«Fantozzi in den Alpen» heisst das Programm mit Michel Godard sowie Pino und Livio Minafra mit dem «Alpentöne»-Blasorchester, welches mit Tessiner Beteiligung in diesem Jahr zur Banda Alpina mutiert. Das Projekt «Bella Ciao» lässt das musikalische Erbe der italienischen Partisanen in den Alpen erklingen – ein Konzert von anno 1964 in Traumbesetzung.

Volksmusik – traditionell 
und experimentell

Traditionelle Volksmusik stand noch nie im Mittelpunkt von Alpentöne, spielt in diesem Jahr aber eine besondere Rolle. Es geht dabei um die Frage, inwiefern Volksmusik heute noch relevant ist und was sie leisten kann. Simon Mayer wird gleich am ersten Festivalabend die Kettensäge an die Idylle ansetzen. Ricardo Simian baut historische Instrumente mit dem 3D-Drucker nach und lässt alte und neue Musik erklingen. Zudem gibt es Schweizer Musik aus längst vergangener Zeit. Für eher nordische Klänge sorgt der eingeladene Folklorenachwuchs aus Skandinavien zusammen mit Studierenden der Volksmusik der Hochschule Luzern.

Das Cinema Leuzinger wird erstmals zur multimedialen Festivalbühne mit ganz neuen Konzertformaten, Dokumentarfilmen und einem Sound-Painting nach William Turner. Ein grosser Teil der Musikformationen wird sich zum Festivalschluss ins Reussdelta aufmachen und mit dem Klangspaziergang «Alpentöne» ausklingen lassen.

Gemäss den Verantwortlichen ist der Vorverkauf gut angelaufen. Für jeden Abend hat es aber noch Tickets. Es sei aber ratsam, Billette rasch zu erwerben.

Tickets und Informationen unter www.alpentoene.ch.

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