Musikschule Uri unterhält mit Uraufführungen

Mit dem Musical und dem Musiktheater finden am Jubiläumstag vom 25. Mai alle Sparten der Musikschule Uri zusammen. Dazu gehören auch Tanz und Schauspiel, welche seit dem vergangenen Jahr neu angeboten werden.

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Die Schüler der Musikschule Uri proben für das Jubiläum vom 25. Mai. (Bild: PD)

Die Schüler der Musikschule Uri proben für das Jubiläum vom 25. Mai. (Bild: PD)

(pd/ml) Der 25. Mai ist ein besonderer Tag für die Musikschule Uri. Einen ganzen Tag lang gibt es in Altdorf Musik. Zudem gibt es ein Musical mit dem Titel «Expedition Klangfang» und ein Musiktheater. Gemeinsam bilden sie den Höhepunkt und das Ende der Feierlichkeiten des 40-Jahr-Jubiläums der Musikschule Uri.

Rolf Sommer hat das Musical extra für die Musikschule geschrieben: «Wenn man so will, dann ist jeder Musikschüler und jede Musikschülerin eine Art Klangfänger.» Denn, um ein Instrument spielen zu lernen, müsse man gut hinhören können. Aber: Er wolle diesen Zusammenhang zur Musikschule Uri nicht überstrapazieren. «Es handelt sich um eine Geschichte, die von Jugendlichen aufgeführt werden soll. Eine abenteuerliche Reise fand ich als Inhalt deshalb passend», so Sommer.

Musikschüler begeben sich auf eine Forschungsreise

Michel Truniger hatte den Urner Schauspieler im Auftrag der Musikschule Uri angefragt, und er war es auch, der – «mit einem Kaffee in der Sonne» – mit Sommer Ideen zusammentrug. «Irgendwann tauchte die Idee auf, eine Gruppe von ‹Klangfängern› auf eine Forschungsreise zu schicken», erzählt Rolf Sommer. Das ist die Basis des Musicals. Mit der Uraufführung «Expedition Klangfang» schippern Autor Rolf Sommer und Komponist Hansjörg Römer auf die rätselhafte Insel Anthemoessa, sondern auch direkt in die Herzen der Zuschauer.

Apropos Herzen: Eine herzerwärmende und gleichzeitig spannende Geschichte gibt es um 11 und 15 Uhr im Theater Uri zu sehen und hören. Dann nämlich findet das Musiktheater statt. Die zweite Theatergruppe unter der Leitung von Stefanie Huwyler spielt mit Musikanten, die von Roman Blum geleitet werden, die Geschichte «Ds Gheimnis vom Dirigänt». Im Mittelpunkt des Musiktheaters stehen Kinder, die in einer Instrumentenfabrik arbeiten. Doch dann passiert eines Tages ein tragischer Unfall, denn die Xylofontesterin hat verschlafen und darum auf dem Arbeitsweg einen Unfall gebaut. Sie ist mit dem Dirigenten eines kleinen Orchesters zusammengestossen und dabei bewusstlos geworden. Der Dirigent muss sie pflegen, und er überlegt mit seinen Instrumenten, wie die Xylofontesterin wieder gesund werden könnte. Da kommt es einem der Instrumente in den Sinn: Das Kind braucht Musik! Also üben die Instrumente voller Freude. Als das Kind die Musik hört, wacht es wieder auf und freut sich wieder auf seine Kollegen.

Auch das Musiktheater ist eine Eigenentwicklung. Stefanie Huwyler hat es mit ihren Schülern im Unterricht selbst geschrieben – mit viel Theaterimprovisation. Währenddessen komponierte Roman Blum, Klarinettist und Musiklehrer, die Musik, die genau zur Geschichte passt. «Wir haben das Musiktheater von Null auf entwickelt, was sich in dieser doch recht kurzen Zeit als eine riesen Herausforderung herausstellte», sagt Stefanie Huwyler. Und sie lobt die Kinder: «Die Theaterschüler waren stets mit Herzblut und sehr viel Motivation für alles zu begeistern.»

Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
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Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musical. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)
Kinder proben für das Musiktheater. (Bild: PD)

Kinder proben für das Musical. (Bild: PD) 

«Gelegenheit, immer wieder Neues zu wagen»

Die gleiche Massarbeit fand beim Musical statt. «Ich habe ihm die jeweiligen Szenen und Liedinhalte zu beschreiben versucht. Daraufhin hat er mir Melodien und Liedfragmente geliefert, die ich wiederum mit Text versehen habe. So ging das hin und her. Musik und Text haben sich gemeinsam zu einem Stück entwickelt», beschreibt Rolf Sommer die Zusammenarbeit mit dem Komponisten und lobt dessen Arbeit: «Hansjörg Römer komponiert grossartige Musik aus ganz verschiedenen Richtungen.» Dass er selbst im Kanton Uri nicht nur als Darsteller wahrgenommen wird, sondern auch als Texter, Moderator und Regisseur, das freue ihn sehr, meint Rolf Sommer: «Das gibt mir die Gelegenheit, immer wieder etwas Neues zu wagen.» Bei Musiktheater und Musical arbeiten alle Sparten der Musikschule Uri zusammen. Schliesslich bietet sie seit vergangenem Jahr auch Schauspiel- und Tanzunterricht an. Die beiden Aufführungen sind nun die erste öffentliche Verbindung aller Sparten.

Beim Musiktheater werden 14 Schauspieler und sieben Musiker auf der Bühne stehen. 18 Schauspieler, zehn Musiker, zehn Tänzer und ein grosser Chor präsentieren das Musical. Letztere kommen von der Tanzabteilung von Jeanine Dinger, aus dem Schauspielkurs von Madlen Arnold und dem Kinder- und Jugendchor von Lea Ziegler Tschalèr und Eve Kopli Scheiber sowie von den Musikkursen.

Der 25. Mai ist der Jubiläumstag der Musikschule Uri. Und deshalb gibt es noch «Die Schau», ein scheinbar spontaner, musikalischer Menschenauflauf, der den Grundstein für einen bunten Klangteppich in Altdorf legt. Denn in der Zeit von 10 bis 17 Uhr kommen «Genusshörer» im Zeughaus, im Türmli, im Theater Uri und im «Winkel» zu Gitarrensoli, Klavierklängen, Handorgeltrios, Bläserfanfaren und Rock-Combos. 

Musicalaufführung «Expedition Klangfang»: Samstag, 25. Mai, 13 und 17 Uhr, Theater Uri, Altdorf. Musiktheater «Das Geheimnis des Dirigenten»: 25. Mai, 11 und 15 Uhr, Theater Uri. «Die Schau»: 10 bis 17 Uhr, Zeughaus, Türmli, Theater Uri und «Winkel».