Musikwettbewerb

Nina Baumann erzielt am Klavier die Höchstnote

Beim Jugendmusikwettbewerb Zentralschweiz überzeugte die 13-jährige Spirgnerin die Jury mit ihren Klavierkünsten. Dafür setzte sie auf die sogenannte Schneemann-Methode.

Drucken
Teilen

(RIN) Dass man höchstes musikalisches Niveau auch mit spielerischer Leichtigkeit erreichen kann, zeigte Nina Baumann mit ihrem Klavierspiel am diesjährigen Jugendmusikwettbewerb Zentralschweiz, der am 20. und 21. November in Hochdorf über die Bühne ging. Die 13-jährige Spirgnerin erhielt für den dritten Satz aus der Sonate «Pathétique» von Ludwig v. Beethoven die Höchstpunktzahl (eine Urkunde mit drei Sternen und dem Prädikat «überragend») und wurde von der Jury für ihr musikalisches Spiel und die Unabhängigkeit ihrer Hände gelobt, wie es in einer Mitteilung der Schneemann-Klavierschule aus Alpnachstad heisst. Übermittelt wurde das Feedback und die Urkunde per Post, da dieses Jahr auf das Gespräch mit der Jury vor Ort direkt nach dem Wettbewerb aus bekannten, aktuellen Gründen verzichtet wurde.

Musiklehrerin Mailyn Rebecca Streit gratuliert Nina Baumann zum Erfolg.

Musiklehrerin Mailyn Rebecca Streit gratuliert Nina Baumann zum Erfolg.

Bild: PD

Nina Baumann geht seit diesem Schuljahr ins Gymnasium in Altdorf und betreibt zudem seit jungen Jahren auch aktiv Karate. Seit ihrem fünften Lebensjahr nimmt sie bei Mailyn Rebecca Streit Klavierunterricht, nachdem Baumann durch die Sendung «Einstein» bei SRF von der sogenannten Schneemann-Methode auf dem Klavier gehört hatte. Streit ist die Gründerin der Schneemann-Klavierschule (ehemals Musikakademie Uri) und belebte zuletzt mit ihrem neuartigen Klavier-Lernkonzept sowie zahlreichen Klavierkonzerten als Veranstalterin drei Jahre lang das Majorenhaus in Alpnachstad.

Schneemann-Methode setzt auf neuartige Lernkonzepte

Die Schneemann-Methodik stehe dabei für eine Klavierunterrichtskultur, in der Höchstleistung am Klavier nicht durch Druck und Drill erreicht werde, sondern mit Hilfe neurowissenschaftlich fundierter Lernkonzepte, die sowohl die Spielfreude, die Lernfreude als auch den Menschen als Ganzes fördern sollen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Mailyn Rebecca Streit konnte bisher schon an rund 60 Klavierlehrerinnen und -lehrer in der Schweiz ihr Wissen über vernetztes Denken am Klavier weitergeben, sie ist Autorin einer Bücherreihe für den Klavierunterricht basierend auf der Schneemann-Methode und hat zwei Onlinekurse auf «Udemy» kreiert. Sie lebt mit ihrem neunjährigen Sohn in Alpnachstad, wo sie Privatunterricht und neu auch wieder selbst als Pianistin und Sängerin Hauskonzerte vor ausgewähltem Publikum gibt.