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Mythos Gotthard stand im Fokus

Was bedeutet der Gotthard den Menschen heute? Im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals haben sich die Teilnehmer bei einer Exkursion dem symbolträchtigen Ort angenähert.
Die Exkursionsteilnehmer verliessen den Sonderzug im Gotthardtunnel. (Bild: PD (Airolo, 7. September 2018))

Die Exkursionsteilnehmer verliessen den Sonderzug im Gotthardtunnel. (Bild: PD (Airolo, 7. September 2018))

Ein Hauch von Abenteuer umwehte die rund 100 Personen, als sie im Gotthardtunnel aus dem Sonderzug stiegen. Doch der Zugbegleiter Ralph Kessler hatte die Lage im Griff. Infolge einer falsch gestellten Weiche konnte der Lokomotivführer Charly Infanger nicht wie geplant genau vor dem Tor des Entlastungsstollens halten, sodass sich die Leute rund 20 Meter im Licht von Taschenlampen der schwarzen Tunnelwand entlang tasten mussten, bis sie das extra für die Gruppe weit geöffnete Stahltor erreichten.

Im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals wurde die Exkursion mit dem Thema «Gotthard: Passage und Symbol im Wandel» am vergangenen Freitag durchgeführt. Organisiert wurde der Anlass von der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe (NIKE) und der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW).

Herrliche Aussicht auf die Leventina

Empfangen wurde die Gruppe von den Rekruten der «Scuole sanitarie Albinengo Airolo». Maurice Lovisa, Denkmalpfleger des Kantons Waadt und Experte für Schweizer Festungsanlagen, erläuterte die Geschichte des Stollens, der unweit der Festung Forte Airolo im Ersten Weltkrieg als sicherer Rückzugsort und Lazarett für die Soldaten diente. In Airolo erwartete die Gruppe viel Sonnenschein. Es folgte eine halbstündige Busfahrt auf den Gotthardpass mit prächtiger Sicht auf die Leventina.

Die wahren «Helden» der Exkursion waren die Landfrauen von Göschenen, das Zugteam von SBB Historic und das Team von Victor, dem Chef de Service des St. Gotthard Hospiz, die mit Bravour jede unvorhergesehene Situation meisterten. Der Anlass verband in bester schweizerischer Tradition, die deutsche und die italienischen Schweiz und wurde zweisprachig geführt. Es referierten und führten die Denkmalpfleger der Kantone Uri und Tessin, Thomas Brunner und Simonetta Biaggio-Simona, der Spezialist für Bahn- und Technikgeschichte Kilian T. Elsasser, Historiker Georg Kreis, der Kunst- und Architekturhistoriker Michael Hanak sowie der Präsident der Stiftung Pro San Gottardo, Dick François Marty.

Willkommen geheissen wurden die Teilnehmer von den Regierungsräten der Kantone Uri und Tessin, Beat Jörg und Norman Gobbi sowie von Vertretern der Gemeinden Göschenen und Airolo, Felix Cavaletti und Marco Hürlimann. (pd/pz)

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