NACHGEFRAGT: Wovon träumen Sie, Herr Sawiris?

Samih Sawiris schätzt das präzise Vorgehen der Schweizer. Er hat auch Verständnis für gewisse Einsprachen.

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Samih Sawiris stellte sich den Fragen den Medien. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Samih Sawiris stellte sich den Fragen den Medien. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Samih Sawiris, Sie betonen immer, es könne Ihnen mit dem Projekt nicht schnell genug gehen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Stand der Entwicklung?

Samih Sawiris: Wir wussten von vornherein, dass es in der Schweiz etwas länger dauert. Vor drei Jahren sagte man uns, dass wir im Spätsommer 2008 unsere letzten Dokumente abgeben und vor Ende Jahr die Genehmigungen haben würden. Jetzt zeigt sich wie präzise und pünktlich die Schweizer sind. Zudem: Manchmal ist es besser, wenn man von Anfang an weiss, wo man steht. Denn ein schnelles Vorgehen birgt die Gefahr einer unangenehmen Überraschung, die das Projekt um Jahre zurückwirft.

In der Vorprüfung der Quartiergestaltungspläne sind rund vierzig Einsprachen eingegangen, die Ihr Team bearbeiten musste. Haben Sie gewisse Bereiche über- oder unterschätzt?

Sawiris: Nein, teilweise waren die Einsprachen sehr berechtigt. Nehmen wir das Bellevue-Areal: Wenn ich dort wohnen würde, hätte ich mich auch gegen die Pläne gewehrt. Warum sollte ich es als Nachbar begrüssen, wenn neben mir fünf Geschosse in die Höhe gebaut werden?

Sind das Bellevue und der Bahnhof Ihre grössten Sorgenkinder?

Sawiris: Bellevue ist jetzt erledigt wie das meiste andere auch. Wir haben die Änderungswünsche der Nachbarn berücksichtigt. Beim Bahnhof stehen wir vor der grossen Herausforderung, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Neben der AADC sind die Gemeinde, das Militär und die Bahn beteiligt. Es wird interessant zu beobachten, wie wir uns hier einig werden (lacht). Der Bahnhof muss nicht nur schön aussehen, sondern auch zweckmässig sein. Schliesslich ist es im Interesse von allen, dass mehr Leute mit dem Zug als mit dem Auto ins Resort kommen.

Welche Träume haben Sie?

Sawiris: Dass ich das Projekt zu Ende bringen kann. Schliesslich bin ich nach Andermatt gekommen, um zu bauen, nicht um zu planen. In ein paar Jahren will ich hier stolz stehen und sagen können: Ich hab es geschafft. Das sollen vor allem jene Leute mitkriegen, die zu Beginn noch über meine Pläne gelacht haben.

Sven Aregger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Urner Zeitung.