Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nacht der Wunder und Gefahren

Dreikönigsnacht Am 6. Januar feiert die Kirche die Erscheinung des Herrn (Epiphania), das älteste Fest. Auf einem Mosaik aus dem 6. Jahrhundert in Ravenna findet sich eine Abbildung der drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar. C+M+B, ihr Monogramm, sah man im Mittelalter als magisches Zeichen gegen alle bösen Mächte, das selbst diejenigen verstanden, die weder lesen noch schreiben konnten. Im Volksglauben sind die Heiligen Drei Könige zwischen Weihnachten und Epiphania persönlich unterwegs.

Im bäuerlichen Leben spielten die Nächte des 5. und 6. Januar eine wichtige Rolle. Die Dreikönigsnacht galt als gefährlichste der zwölf Raunächte (26. Dezember bis 6. Januar). In den Lüften trieben Geister wie die hässliche Perchta ihr Unwesen. Um sie zu besänftigen, wurden umfahrenden Geisterwesen Speisen bereitgestellt. In der Steiermark fütterte man den Wind, damit er übers Jahr keinen Schaden anrichte. Es geschah auch Wundervolles: In der Dreikönigsnacht konnten Tiere reden, und man war überzeugt von der Heilkraft des Wassers, das man um Mitternacht aus dem Brunnen schöpfte.

Wasser, Salz und Kreide geweiht

Am Vorabend des Dreikönigstages wurden in den Kirchen Wasser, Salz und Kreide geweiht. Sie dienten der Abwehr von Dämonen und als Schutzmittel für Mensch und Vieh. Mit dem geweihten Wasser besprengte man Wohnräume, Vieh, Ställe und Felder. Der Glauben, wer Dreikönigswasser trinkt, wird nicht krank, war weit verbreitet. Einer kranken «Kalberkuh» mischte man Dreikönigssalz in einen Kräutertrank. Mit einer geweihten Kreide wurde eine Linie (Bannkreis) rund um Scheunen gezogen.

Am 6. Januar segnet der Bürgler Pfarrer Wendelin Bucheli im Hauptgottesdienst das Dreikönigswasser – es wird in Flaschen abgefüllt und nach Hause genommen. Ebenfalls begehrt sind 100 ­Säckli mit Weihrauch, einer Kreide, einem Kohlestücklein und einer Anleitung mit Gebet für den Haussegen. (ch)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.