Naherholungsgebiet
Grüne Uri fordern einen «Altdorfer Stadtpark»

Die Grünen haben verschiedene Forderungen aufgestellt, um eine ökologische und einwohnerfreundliche Weiterentwicklung des Unteren Reusstals zu erreichen.

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Das Untere Reusstal wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Das Untere Reusstal wird in den kommenden Jahren weiter wachsen.

Bild: PD
(jb)

Im Rahmen der Vernehmlassung zum vierten Agglomerationsprogramm Unteres Reusstal hat die Grüne Partei Uri verschiedene Forderungen aufgestellt. Dabei geht es hauptsächlich darum, eine ökologische und wildtierfreundliche Weiterentwicklung zu erreichen. In einer Mitteilung erklärt die Partei ihre Forderungen:

Wildtiere

  • Zwischen Flüelen und Altdorf sowie im Bereich des Schächens soll je ein Wildtierkorridor entstehen.
  • Um die Biodiversität innerhalb der Siedlung zu stärken, soll ein Förderkonzept ausgearbeitet werden.

Grund für diese Forderungen ist gemäss einer Mitteilung der Grünen eine laufende Verdichtung des Siedlungsraums. So werde es immer wichtiger, die restlichen Freiräume zu schützen und deren Qualität zu steigern.

Erholungsgebiete

  • Bei jeder neuen Überbauung soll zwingend eine kostenfrei nutzbare Grünfläche geschaffen werden.
  • Ein zentrumsnaher «Altdorfer Stadtpark» soll entstehen.
  • Lärmschutzwand entlang der Autobahn beim Reussdelta.
  • Teilweise Freilegung des Altdorfer Dorfbachs.

Die Partei begründet diese Forderungen zum einen damit, dass die Einwohnerzahl im Unteren Reusstal steigt, was Naherholungsgebiete wichtiger mache. Ausserdem seien die Naherholungsgebiete Reussdelta, Bodenwald und Schächenwald «bereits sehr stark genutzt, was zu Konflikten mit der Umwelt führt». Um das Reussdelta attraktiver zu gestalten, soll der Lärmschutz verbessert werden – eine Verankerung im Gesetz sei dabei die einzige Möglichkeit, vom Bund eine Teilfinanzierung zu erlangen. Innerhalb der Stadt Altdorf soll der Dorfbach freigelegt werden – dies sei ein Kühlungs- und Gestaltungselement, das viele Schweizer Städte zurzeit umsetzen.

Klima

  • Stärkere Reduktion des Individualverkehrs als wie vorgesehen von 55 auf 50 Prozent.
  • Verhinderung von unnötigen Arbeitswegen mit Homeoffice und «Village-Office».
  • Förderung von ÖV und Velo statt Elektroautos.

Die Grüne Partei schreibt in der Mitteilung, dass das bisherige Ziel der Reduktion des Individualverkehrs «völlig ungenügend» sei. Um der Klimakrise Rechnung zu tragen, soll ausserdem das Konzept «Village-Office» gefördert werden. Dabei geht es um Coworking-Spaces, welche nahe bei Bahnhöfen entstehen sollen. Dies kann zu einer Verkürzung von Arbeitswegen und damit zu einer Reduktion des Individualverkehrs führen.

Schliesslich empfiehlt die Partei gemäss Mitteilung, dass auch die Gemeinde Seedorf als Kerngebiet der Agglomeration eingestuft wird. Dies ist bei Attinghausen bereits der Fall.