NATUR- UND TIERSCHUTZ: Bartgeier sollen bald auch in Uri fliegen

Die Stiftung pro Bartgeier klärt neue Auswilderungsorte ab. Eine mögliche Variante ist das Gebiet rund um den Klausenpass.

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Ein Bartgeier im Tierpark Goldau. (Bild: Erhard Gick/Neue UZ)

Ein Bartgeier im Tierpark Goldau. (Bild: Erhard Gick/Neue UZ)

Lange Zeit wurde der Bartgeier mit seiner Spannweite von fast 3 Metern als übler Lämmerdieb und Kindsräuber verkannt. Jahrzehntelang wurde der Greifvogel verfolgt, vergiftet und geschossen, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts ganz aus den Alpen verschwand.

In der Schweiz brüten inzwischen vier Brutpaare, drei im Engadin und eines im Wallis. Im dazwischen liegenden Alpenraum sind die Bartgeier jedoch erst selten anzutreffen.

Gebiet muss sich eignen
Die Stiftung pro Bartgeier klärt nun neue Auswilderungsorte ab. In den Kantonen Uri, Schwyz, Glarus und St. Gallen werden verschiedene Gebiete nach einem einheitlichen Kriterienkatalog evaluiert.

Ein geeignetes Gebiet soll hohe Wildtierbestände, eine gute Thermik und ein geringes Gefahrenpotenzial ausweisen. «Wir wissen noch nicht genau, welche Gebiete wir genauer anschauen werden», sagt Daniel Hegglin, Geschäftsführer der Stiftung Pro Bartgeier. «Doch es wäre denkbar, die Geier im Klausenpassgebiet auszusetzen.»

red

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung.