NATURGEFAHREN: Ob Bauen rutscht der Hang

Am Bergli- und am Bauenbach haben sich Erdmassen gelöst. Ungewöhnlich ist dies für das Gebiet nicht. Trotzdem mussten Massnahmen getroffen werden.

Carmen Epp
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Beim Berglibach oberhalb von Bauen ist der Hang gerutscht. (Bild: Lukas Eggimann (Bauen, 8. März 2018))

Beim Berglibach oberhalb von Bauen ist der Hang gerutscht. (Bild: Lukas Eggimann (Bauen, 8. März 2018))

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch

Der Hang oberhalb von Bauen ist in Bewegung. Beim Berglibach und am Bauenbach auf zirka 600 Metern über Meer hat sich der Boden auf je zirka 4000 Quadratmetern vom festen Untergrund gelöst. Beim Berglibach kam es so zu einem Abrutschen von schätzungsweise bis zu 10000 Kubikmetern Erdmasse, beim Bauenbach kamen bis zu 4000 Kubikmeter ins Rutschen. Das sagt Lukas Eggimann, Abteilungsleiter Naturgefahren beim Amt für Forst und Jagd, auf Anfrage unserer Zeitung.

«Die Rutsche dürften während der starken Niederschläge im Januar abgegangen sein», vermutet Eggimann. Das Amt für Forst und Jagd sei Anfang März davon in Kenntnis gesetzt worden und habe daraufhin verschiedene Massnahmen eingeleitet.

Keine Gefahr für Menschen in Bauen

So wurden die schweren Bäume in der abgerutschten Fläche beim Berglibach gefällt und aus der Rutschmasse entfernt. Durch die Abteilung Wasserbau wurde zudem im Berglibach unterhalb der Rutschung Geschiebe ausgebaggert und ein kleiner Wasserlauf umgeleitet, um den Hang nicht zusätzlich zu belasten.

Da sich unterhalb der beiden Rutsche nur Wald und keine Häuser befinden, habe keine Gefahr für Menschen bestanden, so Eggimann weiter. Die ausgeführten Massnahmen sollen die Rutschbewegungen eindämmen und einen möglichen Verschluss des Baches durch Schwemmholz im Hochwasserfall verhindern.

Dass es im Hang oberhalb des Dorfes Bauen zu Erdrutschen kommt, sei indes nichts Aussergewöhnliches, hält Eggimann weiter fest. «Das ganze Gebiet ist vom Untergrund her sehr witterungs- und rutschanfällig, der Boden deshalb immer etwas in Bewegung.»

Vor allem beim Berglibach im Gebiet Spicherstett stelle man ständige Kriechbewegungen des Bodens fest – sodass man im Wald ob Bauen immer mal wieder Risse im Boden oder schräge Bäume antreffen könne.