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Neat: Regierung hält an Anschluss Flüelen fest

Der Urner Regierungsrat will den Bahnanschluss für Flüelen sicherstellen. Er spricht sich deshalb für die Variante «Reider ebenerdig schnell» und gegen «Hafnerried tief» aus. Er enttäuscht damit Altdorf.
Der Urner Landrat hält am Bahmhof Flüelen fest. (Bild: Elias Bricker/Neue UZ)

Der Urner Landrat hält am Bahmhof Flüelen fest. (Bild: Elias Bricker/Neue UZ)

Die Neat-Linienführung südlich von Altdorf ist klar, jene nördlich noch offen. Seit 2008 stehen noch zwei Korridore zur Diskussion, «Hafnerried tief» (HAT) und «Reider ebenerdig schnell» (RES). Beide umfahren Flüelen, die Stammlinie kann aufgehoben werden.

Die Variante HAT ist tiefergelegt und kürzer als die Variante RES. Die Lärmbelastung ist kleiner, aber die Haltestelle Flüelen muss aufgehoben werden. Bei der ebenerdigen Variante RES kann eine neue Haltestelle realisiert werden. Die Gemeinde Flüelen befürwortet die Variante RES, Altdorf setzt sich für die Variante HAT ein.

Herausforderung beim Siedlungseingriff

Der Urner Regierungsrat entschied sich gegenüber dem Bundesamt für Verkehr für die Variante RES. Dies sagte Volkswirtschaftsdirektor Isidor Baumann am Mittwoch im Landrat. Er befürwortet damit eine Haltestelle in Flüelen.

Der Regierungsrat spricht sich damit auch für die günstigere Variante aus, nimmt aber einen stärkeren Siedlungseingriff sowie eine gröbere Verkehrs- und Gewässerumlegung in Kauf. Gerechnet wird mit Baukosten von 6,3 gegenüber 6,6 Milliarden Franken.

Und die Neat im Berg?

Einzelne Mitglieder des Landrates reagierten konsterniert und überrascht. Der gewählte Korridor gefährde zusätzlich die Neat-Zufahrtsvariante Berg lang, betonte der Altdorfer Leo Brücker (CVP) auch namens der Allianz für eine Neat im Berg. Auch die geplante Entwicklung des Kantonalbahnhofs Altdorf müsse hinterfragt werden, erklärte ein weiterer Altdorfer, Franz-Xaver Brücker (CVP).

Das wichtigste sei ein Neat-Anschluss für Uris Zukunft, sagte der Flüeler Toni Bunschi (CVP). Es gebe nur eine grosse Linie für Uri, nämlich die Neat im Berg, erklärte Armin Braunwalder (Grüne) aus Erstfeld. Das Ziel der Urner Regierung sei unrealistisch, kritisierte Alf Arnold (Grüne), ein weiterer Altdorfer.

Regierungsrat Baumann hielt in dieser schwierigen und komplexen thematischen Auseinandersetzung mit Argumenten dagegen und meinte zum Schluss: «Wir dürfen nicht das Minimum in Betracht ziehen, um noch weniger zu bekommen.»

sda/zim

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