Neue Kleinkaliberstand in Erstfeld besteht Feuertaufe

Seit Ende März wird wieder eifrig über die 50-Meter-Distanz geschossen. Schützen sind begeistert von der neuen Anlage in Erstfeld. Im September ist eine Einweihungsfeier geplant.

Paul Gwerder
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Im erneuerten Kleinkaliberstand trainieren bis zu 20 Mädchen und Knaben mit dem Kleinkalibergewehr. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 16. Mai 2019)

Im erneuerten Kleinkaliberstand trainieren bis zu 20 Mädchen und Knaben mit dem Kleinkalibergewehr. (Bild: Paul Gwerder, Erstfeld, 16. Mai 2019)

Im Frühjahr ist der Um- und Neubau des Kleinkaliberstandes dank viel Energie und Durchhaltewillen der Urner Sportschützen in Erstfeld fertig geworden. Einzig im Aussenbereich gibt es noch einige Umgebungsarbeiten zu erledigen.

Adi Arnold und Beat Stadler, die auch selber mit dem Kleinkalibergewehr schiessen, aber vor allem den Nachwuchs trainieren, ziehen ein positives Zwischenfazit: «Ende März konnten wir hier mit dem Schiessbetrieb beginnen. Und dabei hat sich die Anlage mit den zehn Scheiben und der elektronischen Trefferanzeige sehr bewährt.» Es bedeutet für den Schiessbetrieb eine extreme Erleichterung, denn die Scheiben müssen nicht mehr ausgewechselt und die Resultate können direkt auf dem Standblatt ausgedruckt werden.

Olympische Vorgaben sind nun erfüllt

Der Schiessstand erfüllt heute die olympischen Vorgaben, denn gegenüber dem alten Stand kann heute praktisch waagrecht über die 50-Meter-Distanz geschossen werden – früher gab es eine Höhendifferenz von fast vier Metern. Auch der Abstand zwischen den einzelnen Scheiben stimmt genau und misst 1,25 Meter. Im Obergeschoss des prächtigen Holzbaus befindet sich die Schiessanlage mit einem grosszügigen Platzangebot, das Rechnungsbüro und ein Raum für die Materialausgabe. Im Parterre gibt es ein Schützenbeizli mit rund 50 Sitzplätzen, sanitäre Anlagen, sowie Material und Büroräume.

Der erneuerte Kleinkaliberstand kostete rund 650 000 Franken. «Dieser Preis konnte nur so tief gehalten werden, weil die Mitglieder mindestens 7500 freiwillige Arbeitsstunden geleistet haben», sagt Stadler. Jeweils am Montagabend trainieren seit Ende März etwa 15 bis 20 Aktiv- und Eliteschützen, die zwischen 20 und 80 Jahre alt sind.

«Schiesssport ist sehr vielseitig»

Am Mittwoch üben die jungen Schützen des Nachwuchskaders und am Donnerstag sind die Jüngsten an der Reihe. Rund 20 Mädchen und Knaben ab dem 10. Altersjahr nehmen am J+S Kurs teil, so auch am vergangenen Donnerstag. Diese werden von ausgebildeten Trainern und erfahrenen Aktivschützen betreut und beaufsichtigt.

«Besonders für Jugendliche ist diese Sportart geeignet, denn der Schiesssport ist sehr vielseitig und fördert die Ausdauer, Kraft und Kondition. Dadurch werden die jungen Menschen mental stärker und dies hilft ihnen wiederum in der Schule oder im Beruf», erklärt Beat Stadler.

Die Urner Sportschützen organisieren am Montag und Dienstag, 3. und 4. Juni, sowie am Dienstag 11. Juni, zwischen 17 und 20 Uhr, ein Volks- und Firmenschiessen im erneuerten Kleinkaliberstand in Erstfeld. Dieser beliebte Anlass wird seit Jahren durchgeführt und neu erfolgt er in Erstfeld. Alle Interessierten – auch Kinder – sind dort herzlich willkommen und können dabei sportliche Erfahrungen mit dem Kleinkalibergewehr machen. Dies ist auch eine ideale Gelegenheit für Vereine oder Firmen, die sich im sportlichen Plauschwettkampf mit ihren Vereins- oder Arbeitskollegen messen können.

Am 28. und 29. September planen die Urner Sportschützen eine grosse Einweihungsfeier.