Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Neue Route für Velofahrer und Wanderer in der Schöllenenschlucht

Die Strasse von Göschenen nach Andermatt ist um eine grosse Attraktion reicher geworden. Nun ist die neue, kreuzungsfreie Wander- und Veloroute begeh- beziehungsweise befahrbar.
Urs Hanhart
Velofahrer auf der neuen Strecke oberhalb einer Galerie. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Velofahrer auf der neuen Strecke oberhalb einer Galerie. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Einen schöneren Tag hätten sich die Verantwortlichen des Bundesamtes für Strassen (Astra) für die Premiere nicht wünschen können. Am 27. Juni fand bei Bilderbuchwetter die offizielle Erstbegehung respektive -befahrung der neuen, attraktiv angelegten Langsamverkehrs-Route zwischen Göschenen und Andermatt statt. Der Fussgängergruppe schloss sich unter anderen auch der Urner Wanderpapst Paul Dubacher an. In der Velogruppe befand sich auch Regierungsrat Urs Janett, der als einziger die rund 5 Kilometer lange und zum Teil sehr steile Strecke mit einem konventionellen Bike, also ohne Elektroantrieb, bewältigte.

Fünf Jahre dauerten die Instandsetzungsarbeiten auf und entlang der Gotthard-Passstrasse zwischen Göschenen und Andermatt. Bis voraussichtlich im Herbst dieses Jahres sollen die letzten Fertigstellungsarbeiten abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 105 Millionen Franken. Rund ein Viertel davon ist gemäss Projektleiter Willy Reck vom Astra in die Verbesserung und den Ausbau der Langsamverkehrs-Route investiert worden.

Velofahrern steht die Route nur bergwärts zur Verfügung. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Velofahrern steht die Route nur bergwärts zur Verfügung. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Verkehrssicherheit deutlich verbessert

Richard Kocherhans, Chef der Astra-Filiale Zofingen, betonte: «Bisher mussten die Radfahrer die Passstrasse benutzen, was den Verkehr blockierte und mit Risiken verbunden war. Nun haben wir eine Entflechtung.» Wanderer und Velofahrer können jetzt unabhängig vom Verkehr von Göschenen nach Andermatt gelangen. «Das ist eine ganz grosse Verbesserung der Verkehrssicherheit.» Im unteren Teil verlaufen die Abschnitte für Fussgänger und Velofahrer noch getrennt. Während es für die Biker einen Velostreifen gibt und eine neue Streckenführung entlang der ersten Galerie, können die Wanderer schon kurz nach Göschenen in den Wanderweg einbiegen. Ein erstes Highlight ist die Überquerung der historischen Häderlisbrücke. Im letzten Kehr vor der Tanzbeingalerie gibt es dann eine Abzweigung. Velostrecke und Wanderroute verlaufen ab dort streckenweise auf Galeriedächern der Matterhorn-Gotthard-Bahn und der Gotthardpassstrasse. Nördlich der Tanzbeingalerie ist eine Unterführung gebaut worden, damit Fussgänger und Velofahrer die Strasse nicht mehr überqueren müssen. Ganz in der Nähe, im Bereich der «Bäzkehre», befindet sich ein neu erstellter Rastplatz.

Gefahr von Steinschlag. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Gefahr von Steinschlag. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Der letzte Abschnitt verläuft auf der historischen Gotthardroute, wobei die Fahrt beziehungsweise der Marsch über die alte Teufelsbrücke ein weiteres Highlight darstellt. Im Bereich des Restaurants Teufelsbrücke gibt es ebenfalls eine neue Unterführung. Velofahrer dürften den neuen Weg durch die Schöllenen aus Sicherheitsgründen nur bergwärts befahren.

Gute Noten vom Urner Wanderpapst

«Ich bin begeistert von der neuen Wanderroute. Sie ist wunderschön angelegt», bilanzierte Wanderpapst Dubacher nach der offiziellen Erstbegehung. «Für den Langsamverkehr hat man hier ein Werk geschaffen, auf das man stolz sein darf.» Vor allem sei er froh, dass es jetzt in der Schöllenenschlucht beim Suworow-Denkmal eine Unterführung gebe. «Dort stellte das Überqueren der Strasse immer ein gewisses Sicherheitsrisiko dar. Dieses Problem ist nun behoben worden.»

Der Weg ist auch für Wanderer geeignet. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Der Weg ist auch für Wanderer geeignet. (Bild: Urs Flüeler / Keystone, Göschenen, 27. Juni 2019)

Viel Lob gab es auch von Janett für die Veloroute: «Das ist wirklich eine wunderbare Strecke.» Die Bauwerke, insbesondere die Unterführungen, seien sehr eindrücklich. «Super finde ich, dass sich die Verantwortlichen viel Mühe gegeben haben, den neuen Wander- und Veloweg sehr gut in die imposante Bergwelt einzufügen.» Er falle gar nicht auf. «Astra, Kanton und Gemeinden haben bei diesem Projekt sehr gut zusammengearbeitet. Die Entknüpfung ist optimal umgesetzt worden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.