Neue «Stromautobahn» fürs Urner Oberland

Die Stromversorgung im Urner Oberland wurde modernisiert. Das Urserntal verfügt nun über zwei unabhängige Stromleitungen. Davon profitiert auch Samih Sawiris.

Drucken
Teilen
Begleitet von der Polizei wird die neue Netzkupplung angeliefert. (Bild: PD)

Begleitet von der Polizei wird die neue Netzkupplung angeliefert. (Bild: PD)

Im Anschluss an die Baumeisterarbeiten wurde die 50-Kilovolt-Schaltanlage montiert. (Bild: PD)

Im Anschluss an die Baumeisterarbeiten wurde die 50-Kilovolt-Schaltanlage montiert. (Bild: PD)

6,5 Millionen Franken investierten die Elektrizitätswerk Altdorf AG (EWA), die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) und das Kraftwerk Göschenen AG (KWG) in den Umbau der Freiluftschaltanlage in Göschenen. Mit der Kupplung verfügt der Kanton Uri jetzt neben Plattischachen in Amsteg über eine zweite Anbindung ans Schweizer Höchstspannungsnetz, wie es in einer gemeinsamen Medienmitteilung der Energieunternehmen heisst.

Das Herzstück für die Verbindung zwischen der Schweizer «Stromautobahn» und dem EWA-Netz ist ein 220/50-Kilovolt-Kuppeltransformator mit einem Betriebsgewicht von rund 138 Tonnen. Damit können die Gemeinden im Urner Oberland und Urserntal nun über zwei unabhängige Leitungen mit Strom versorgt werden. Der Betrieb der Anlage erfolgt vollautomatisch – ferngesteuert von Emmen und Altdorf.

Begleitet von der Polizei wird die neue Netzkupplung angeliefert. (Bild: PD)

Begleitet von der Polizei wird die neue Netzkupplung angeliefert. (Bild: PD)

Grösse Kapazität für Sawiris-Resort

Zu den Vorteilen der neuen Verbindung gehört neben einer erhöhten Versorgungssicherheit für das Urner Oberland und den Gotthard-Strassentunnel auch die grössere Übertragungskapazität ins Urserntal. Dort wird aufgrund des neuen Tourismusresorts «Andermatt Swiss Alps» künftig ein grösserer Energiebedarf erwartet. Bei einem Vollausbau des Resort rechnen Fachleute mit einer Verdoppelung der Energie-Nachfrage und einer Verdreifachung des Leistungsbedarfs.

pd/rem

Die Urner Behördenmitglieder besichtigen die neue erweiterte Freiluftschaltanlage in Göschenen. (Bild: PD)

Die Urner Behördenmitglieder besichtigen die neue erweiterte Freiluftschaltanlage in Göschenen. (Bild: PD)