Gastronomie ist neu im Verwaltungsrat von Uri Tourismus vertreten

Im Rahmen der schriftlich durchgeführten Generalversammlung wurde der Verwaltungsrat von Uri Tourismus um einen Sitz erweitert: Gastronom Aaron Bohl vertritt im Rat neu Gastro Uri.

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(mah) Aufgrund der aktuellen Coronasituation wurde die siebte Generalversammlung von Uri Tourismus dieses Jahr in schriftlicher Form durchgeführt. Mit Aaron Bohl wurde ein weiteres Mitglied als Vertreter von Gastro Uri in den Verwaltungsrat der Uri Tourismus AG aufgenommen.

Damit soll der Verwaltungsrat von Uri Tourismus noch breiter abgestützt werden: Dieses Ziel tönte Verwaltungsratspräsident Markus Züst bereits vor einem Jahr an. Der Tourismus in Uri sei sehr stark von der Gastronomie geprägt, weshalb er selber nach aktivem Kontakt zu Gastro Uri gesucht habe, um die Organisation für einen Sitz im Verwaltungsrat gewinnen zu können. Aaron Bohl als Altdorfer Gastronom und Vorstandsmitglied von Gastro Uri wurde dann als Verwaltungsratsmitglied vorgeschlagen. Besonders ein einheitlich starkes Auftreten, die Qualität der Angebote und kreative, neue Ideen seien ihm ein grosses Anliegen. 

Sommersaison kann die letzten Monate nicht kompensieren

Das laufende Jahr stellt Uri Tourismus vor grosse Herausforderungen. Die ganze Tourismusbranche bereite sich auf eine spezielle Sommersaison vor, für welche noch längst nicht alle Rahmenbedingungen geklärt sind. Klar sei aber, dass die Verluste der letzten Monate auch mit einer positiven Entwicklung im Sommer nicht kompensiert werden können, schreibt Uri Tourismus.

Leere Touristen-Information beim Bahnhof Erstfeld.

Leere Touristen-Information beim Bahnhof Erstfeld.

Bild: PD

Trotzdem sei die Organisation daran, das Tagesgeschäft wieder zurück in die Normalität zu steuern. Dank des engen Austauschs mit verantwortlichen Stellen würde man wieder auf einen «Neustart» hinarbeiten, heisst es. Seit dem 8. Mai sei von Montag bis Freitag auch wieder die «Tourist Information» Altdorf geöffnet. «Ich glaube, dass der Kanton Uri eine nicht-hektische und nicht-verdichtete Oase sein kann», sagte Markus Züst Mitte März in einem Interview. Die aktuelle Coronakrise fördere auch die Entschleunigung und könne so neue Entwicklungen auslösen.

Der Blick zurück aufs Jahr 2019 ist hingegen erfreulich: Uri Tourismus konnte an der Generalversammlung einen Jahresgewinn von 7000 Franken präsentieren. Das Geschäftsjahr schliesst mit einem Ertrag von 1,75 Millionen und einem Aufwand von 1,75 Millionen ab. Einnahmen aus Werbevereinbarungen hingegen seien deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben: Der direkte Aufwand sei mit 650'000 Franken deutlich höher als erwartet gewesen. Ausserdem hatte Uri Tourismus bei eigenen Produkten höhere Ausgaben wegen zusätzlicher Reparatur- und Unterhaltskosten zu verzeichnen gehabt.