Neues Buch präsentiert die Geschichte des Gasthauses St. Anton in Spiringen

Interessante Geschichten, spannende Anekdoten und viele wertvolle Bilder geben einen aufschlussreichen Einblick in die Familiengeschichte der «Santätenelers».

Franz Imholz
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Dem Gasthaus St. Anton ist ein kleines Buch über dessen Geschichte gewidmet.

Dem Gasthaus St. Anton ist ein kleines Buch über dessen Geschichte gewidmet.

Bild: Franz Imholz

Christoph Schoop ist der neue Eigentümer des Gasthauses St. Anton in Spiringen. Ihn faszinierte die Geschichte um den Ort, wo sein neu erworbenes Gebäude steht. Dies bewog ihn dazu, diese aufarbeiten zu lassen. In Zusammenarbeit mit den «Santätenelers» Margrith Gisler-Zgraggen, Hildy Schuler, Kary Gisler, Manuela Herger und Margrith Kempf trug Chronist Niklaus Starck die Geschichte rund um den St. Anton zusammen. Hans Gisler Ruolisberg verfasste dabei das Geleitwort. Er erlebte in fast 60 Jahren und in verschiedenen Funktionen das Schaffen der im Urner Dialekt als «Santätenelers» benannten Einwohner.

Auf der Umschlagseite des entstandenen Buches ist zu lesen: «St. Anton zu Spiringen steht für die 145 Jahre dauernde Geschichte der Wirtsfamilie Gisler aus dem Zweig der ‹Stäffelers›. 1874, anlässlich des Baus der ersten Schächentalstrasse, errichtete Michael Gisler, 1828–1903, das Hotel Klausen in Unterschächen und das Gasthaus mit Bäckerei und Lebensmittelladen bei ‹Santantoni› in Spiringen.» Das Haus und seine nähere Umgebung würden so heissen, weil sich gleich nebenan, in der Stützmauer der historischen Getschwilergasse, ein «heiliger Ort» befinde: nämlich eine Antonius-Statue.

Das Buch «St. Anton zu Spiringen».

Das Buch «St. Anton zu Spiringen».

Bild: Franz Imholz

Motorfahrzeuge sind erst seit 1920 erlaubt

«Just zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert wurde die Klausenstrasse zwischen Altdorf und Linthal in Betrieb genommen, 20 Jahre lang allerdings nur für Fussgänger und Pferd.» Motorfahrzeugen sei es erst ab 1920 erlaubt gewesen, über den Pass zu fahren. «Bald hatten sich die Naturschönheiten des Schächentals und der Ennetmärcht herumgesprochen. Die Touristen kamen in Scharen und erfreuten sich auch des inzwischen stattlichen Angebots an Gastronomiebetrieben entlang der Klausenstrasse.»

Im St. Anton wurde angebaut und ausgebaut, sogar eine Bankfiliale nistete sich dort zeitweilig ein. Die «Santätenelers» bedanken sich bei dieser Gelegenheit bei allen treuen Kunden von nah und fern und auch ihren Mitarbeitern für die Jahrzehnte lange Treue. Eine Gisler Generation nach der andern wirtete dort, bis sich schliesslich die Familie im Jahr 2018 entschloss, ihren St. Anton zu verkaufen und in andere Hände zu übergeben.

Hinweis: Das Buch von Niklaus Starck zur Geschichte von St. Anton kann bei Manuela Herger-Gisler (079 452 24 69) zum Preis von 25 Franken bezogen werden.