Neues Recht – neue Behörde

Ab dem 1. Januar tritt das neue Kindes- und Erwachwsenenschutzrecht in Kraft – und mit diesem eine neue Behörde im Kanton Uri. Es löst das Vormundschaftsrecht ab, das seit 1912 praktisch unverändert blieb.

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In Uri tritt ab dem 1. Januar 2013 mit dem neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht eine neue Behörde – die kantonale Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) – in Kraft. Wie der Kanton Uri mitteilt, ist die Behörde administrativ der Gesundheits-, Sozial- und Umweltdirektion angegeliedert und ist in der «Brickmatte» an der Klausenstrasse 4 aufzufinden. Die kantonale KESB löst die kommunalen Vormundschaftsbehörden ab.

Die Fachstelle ist unabhängig und besteht aus drei Behördenmitgliedern: Barbara Eastwood (Präsidentin ab dem 1. Januar 2013), Elke Zäpernick und Liselotte Bricker-Grepper. Sie arbeiten hauptberuflich und sind vom Regierungsrat in dieses Amt gewählt worden.

Aus Amtsvormundschaft wird Berufsbeistandschaft

Ebenfalls von Änderungen durch das neue Recht betroffen ist die Amtsvormundschaft Uri. Sie ist ab dem 1. Januar 2013 administrativ der Kantonsverwaltung angegliedert und heisst künftig Berufsbeistandschaft Uri. Die Aufgaben bleiben jedoch grundsätzlich dieselben wie bis anhin: Wie die privaten Mandatsträger sind die Berufsbeistände für die Betreuung der betroffenen Personen verantwortlich und zwar – je nach Beschluss der KESB – in den Bereichen Personensorge, Vermögenssorge und Rechtsverkehr.

pd/chg