Neulenkerkurse in Uri: Motivation für die Jungen

Florian Arnold blickt hinter die knapp verworfene Volksinitiative der Jungen SVP für die Abschaffung der WAB-Kurse für Neulenker.

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Florian Arnold, Stellvertretender Redaktionsleiter Urner Zeitung (Bild: Elias Bricker (Urner Zeitung) (Urner Zeitung))

Florian Arnold, Stellvertretender Redaktionsleiter Urner Zeitung (Bild: Elias Bricker (Urner Zeitung) (Urner Zeitung))

Nur haarscharf ist die Junge SVP am grossen Coup vorbeigeschlittert. Das knappe Nein zur Standesinitiative für die Abschaffung der WAB-Kurse darf nicht nur als Achtungserfolg gewertet werden. Es zeigt auch, dass die Jungen in der Politik nicht zu unterschätzen sind. Viele junge Menschen haben sich durch die Initiative mit Politik auseinandergesetzt, sich intensiv ausgetauscht und ihre Meinung in Leserbriefen kundgetan. Das motiviert sämtliche Jungparteien.


Man wird den Eindruck nicht los,dass die JSVP mit der WAB-Initiative vor allem bei ihren Wählern punkten wollte, indem sie ein Aufreger-Thema aufgriff. Denn ausgerechnet jene Jungpartei, die sich zuvor mit dem Argument der Sicherheit vehement für eine zweite Gotthard-Strassenröhre eingesetzt hatte, wollte nun eine präventive Sicherheitsmassnahme im Strassenverkehr abschaffen. Ausgeblendet wurde auch, dass mit der Initiative die beiden Verkehrsausbildungszentren in Erstfeld und Seelisberg aufs Spiel gesetzt werden, ungeachtet der Wertschöpfung, die diese dem Kanton Uri bringen.


Allerdings darf die Wirkung einer Standesinitiative nicht überschätzt werden. Die Ja-Stimmen unterstreichen, was auch Bern erkannt hat: An den Kursen muss sich was ändern.

Florian Arnold, Redaktor

florian.arnold@urnerzeitung.ch