Nicolas Christen stellt sich schwerer Hauptprobe vor der Ringer-WM

Als Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften nahm der Schattdorfer Ringer am Grossen Preis von Deutschland in Dortmund teil.

Caroline Christen
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Der Grosse Preis in Dortmund diente Nicolas Christen als letzte Standortbestimmung vor der WM in Kasachstan. (Bild: PD)

Der Grosse Preis in Dortmund diente Nicolas Christen als letzte Standortbestimmung vor der WM in Kasachstan. (Bild: PD)

Nicolas Christen von der Ringerriege (RR) Schattdorf nahm mit dem Greco-Nationalkader als letzte Standortbestimmung vor dem Saisonhöhepunkt, der WM von Mitte September in Kasachstan, am Grossen Preis von Deutschland in Dortmund teil. Fünf Schweizer stellten sich ihren hochkarätigen Gegnern, mit unterschiedlichem Erfolg.

Christen stand in der Gewichtsklasse bis 77 Kilogramm Denis Horvath aus der Slowakei gegenüber. Der Slowake kann von den bislang erkämpften Rangierungen an Europa- und Weltmeisterschaften in etwa dem Urner gleichgestellt werden. Der Start glückte dem Osteuropäer besser, was diesem wenige Punkte einbrachte. In der Folge verlief der Kampf angeregt und ausgeglichen.

Ausgeschieden nach einer 1:4-Niederlage

Dass keine Passivitäten ausgesprochen wurden, zeugt von der aktiven Kampfart der beiden Kontrahenten. Nicolas Christen erkämpfte sich einen Punkt, der Slowake deren vier. Letzterer bekam es im zweiten Kampf mit dem amtierenden Olympiasieger und späteren Turniersieger Roman Vlasov aus Russland zu tun. Das klare Verdikt: 8:0 Punkte und vorzeitiger Kampfsieg für den Favoriten. Damit war das Turnier für den Schattdorfer gelaufen.

Leichtgewicht Dimitar Sandov, Team Valais, startete in der 60-Kilogramm-Gewichtsklasse. Nach dem Startsieg (4:1 Punkte) gegen einen Deutschen folgte die Niederlage (0:11 Punkte) gegen einen Finnen. Da der Finne in den Final vorstiess, war der nächste Gegner ein Kirgise, welchen der Schweizer mit 7:2 Punkten besiegen konnte. Um die Bronzemedaille stand ihm ein weiterer Kirgise gegenüber, und auch diesen besiegte er mit 7:2 Punkten. Die Bronzemedaille war der verdiente Lohn für die souveräne Leistung. In der Gewichtsklasse bis 67 Kilogramm war Andreas Vetsch, Oberriet-Grabs, auf der Startliste. Wie an den Europameisterschaften konnte er den Schweden nach Punkten (2:2) besiegen. Der Däne im Folgekampf (0:6) beendete den Wettkampf für den Schweizer. Die anderen drei Schweizer, unter ihnen Nicolas Christen von der RR Schattdorf, brachten es nicht über den Startkampf hinaus. Alle ihre Gegner verloren den nächsten Kampf, was gleichbedeutend für das vorzeitige Wettkampfende war.

Ramon Betschart, Kriessern, Kategorie bis 87 Kilogramm, verlor gegen einen Finnen mit 1:3 Punkten. Die gleiche Punktzahl wies der Kampf von Damian von Euw, Brunnen, in der Klasse bis 97 Kilogramm gegen den Vertreter Tschechiens nach sechs Minuten auf.

In Finnland und der Ukraine ins Trainingslager

Nationaltrainer Alfred Ter-Mkrtyan sah bei seinen Schützlingen klar, wo es im Hinblick auf den Saisonhöhepunkt noch fehlt. Die Kaderringer absolvieren nun im Anschluss an den Grand Prix ein einwöchiges Trainingslager in Deutschland.

Nicolas Christen seinerseits wird kurz nach der Rückkehr eine weitere Trainingswoche in der Ukraine und mit dem Nationalkader die letzte WM-Vorbereitung in Finnland absolvieren. Die Ringerriege Schattdorf wünscht Christen bei den Trainings im Hinblick für die erste Qualifikationsmöglichkeit für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio viel Elan und Erfolg.