Langläuferin Maria Christen sorgt für eine grosse Überraschung

Am Nordic Weekend in Andermatt holt die Hospentalerin den Sieg bei den Frauen. Der Schattdorfer Roman Furger wird Achter.

Josef Mulle
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Maria Christen (Mitte) feierte einen grossartigen Sieg. (Bild: PD)

Maria Christen (Mitte) feierte einen grossartigen Sieg. (Bild: PD)

Bereits zum 10. Mal trafen sich die Nordischen aller Kader (Langlauf und Biathlon) von Swiss-Ski zu ihrem dreitägigen Weekend. Den Auftakt der dreitägigen Mini-Tour machte am Freitag ein Prolog über 3,3 Kilometer im freien Stil und wurde am Samstag in der klassischen Technik fortgesetzt. Den Abschluss der Mini-Tour bildete auch dieses Jahr der Berglauf in die Göscheneralp (Handicapstart) mit dem Bezwingen der Staumauer als absoluten Höhepunkt.

Bereits am Freitag überraschte Maria Christen, SC Gotthard Andermatt, als sie im Prolog hinter Laurien van der Graaff und Nadine Fähndrich den 3. Platz belegte. Am zweiten Wettkampftag holte sich die Hospentalerin hinter van der Graaff gar den 2. Tagesplatz. Der Höhepunkt war dann der Sieg im Berglauf, mit dem sich Christen auch den obersten Podestplatz in der Gesamtwertung sicherte. Im Einsatz bei der Kategorie U20 stand auch Fiona Christen, ZSSV/Unterschächen, die sich in der Gesamtwertung den 10. Platz erkämpfte.

Roman Furger im Prolog auf Rang 2

Bei den Herren holte sich Jonas Baumann den Gesamtsieg vor Dario Cologna und Marius Danuser. Roman Furger startete ausgezeichnet, als er im Prolog hinter Jonas Baumann den 2. Platz belegte. Der Schattdorfer Furger beendete die Mini-Tour als Achter.

Im Bereich Biathlon waren diverse Athletinnen und Athleten vom Skiclub Gotthard-Andermatt vertreten. Alessia Nager erreichte im Sprintwettkampf vom Freitag den 4. Rang in der Kategorie Damen Juniorinnen. Simon Ehrbar, der am Freitag nicht am Start war, nahm das Rennen am Samstag in Angriff. Beim verkürzten Einzelwettkampf über 15 Kilometer wurde er zweiter bei den Junioren. Im Aufgebot der Biathleten standen auch Samuel Kägi und Tino Schuler, die bei ihren Einsätzen ebenfalls gute Resultate erzielten.

Tino Walker, Chef Nordisch des Urner Skiverbandes, nutzte die Gunst der Stunde und bot für den Sonntag sein Kader ebenfalls zu einer Trainingseinheit auf, die mit einer Biketour Richtung Göscheneralp-Stausee begann. Die Trainingseinheiten wurden dann mit Skigang Richtung Bergseehütte, Stafetten-Wettkämpfe und kleinen Bergläufen fortgesetzt. Dem Spielelement wurde mit Fussballspielen ebenfalls Rechnung getragen.

Der Höhepunkt kam zum Schluss: Wie alle Topcracks der Langlauf- und Biathlonszene versuchten auch die Urner Kaderleute so schnell als möglich den Schlussteil des Berglaufs – die Staumauer – hoch zu rennen. «Es war sicher ein besonderes Erlebnis, einmal mit den Vorbildern in direkten Kontakt zu treten und sogar einen Teil des Wettkampfs gemeinsam zu bestreiten», so Tino Walker, der sich über den Einsatz seiner Schützlinge zufrieden zeigte.